2. Liga Der 1. FC Union kann in Fürth einfach nicht gewinnen

Der Fürther Marcel Franke (l.) kämpft mit dem Berliner Sören Brandy um den Ball

Foto: Daniel Karmann / dpa

Der Fürther Marcel Franke (l.) kämpft mit dem Berliner Sören Brandy um den Ball

Die Berliner vermissen die gesperrten Kreilach und Wood und verlieren sang- und klanglos 0:2. Immerhin kehrt der Kapitän zurück.

Fürth. Der Ronhof ist und bleibt für den 1. FC Union uneinnehmbar. Acht Mal blieben die Eisernen in Fürth sieglos, bei zwei Remis, auch beim neunten Mal gab es für die Berliner nichts zu holen.

Sang- und klanglos mit 0:2 (0:1) unterlagen die Köpenicker vor 7.960 Zuschauern durch Tore von Sebastian Freis (4.) und Johannes Wurtz (80.) der Spielvereinigung Greuther Fürth, die damit am 1.FC Union in der Tabelle vorbeizog. Fürth ist jetzt mit 32 Punkten Achter, während die Berliner mit 30 Punkten auf Rang elf zurückfielen. Für Fürth war es der erste Heimsieg seit dem 23. Oktober.

Beim 1. FC Union hatte sich vor dem Spiel die ohnehin verschärfte Personallage weiter zugespitzt: Damir Kreilach (Gelb-Rot) und Bobby Wood (5. Gelbe) fehlten gesperrt. Sie wurden erwartungsgemäß ersetzt durch Stephan Fürstner, der sechs Jahre in Fürth spielte, sowie Collin Quaner.

Schwachpunkt rechte Seite

Die wieder genesenen Benjamin Kessel und Maximilian Thiel nahmen erst einmal auf der Bank Platz. Kapitän Kessel kam in der 62. Minute für Christopher Trimmel. Nichtsdestotrotz war Interimscoach André Hofschneider optimistisch in die Partie gegangen: "Wir sind immer in der Lage, eine Mannschaft zusammenzustellen, die auf Sieg spielen kann", hatte er vor dem Spiel gesagt.

Davon war während der 93 Minuten aber nichts zu sehen – und es war vor allem die rechte Seite um den schwachen Dennis Daube, die sich als Achillesferse erwies. Allein in den ersten 15 Minuten hebelten die Fürther gleich drei Mal die Abwehr mit einfachen Pässen in die Tiefe aus.

Konnte Emanuel Pogatetz in der zweiten Minute noch per Kopf eine Flanke des agilen Sebastian Freis klären, war es in der vierten Minute passiert: Freis leitete den Angriff auf dem linken Flügel ein, der Ball landete über Niko Gießelmann bei Marco Stiepermann, dieser bediente den gestarteten Freis. Alleine vor Jakob Busk vollstreckte Freis.

Kein Durchkommen für die Berliner

Mit der Führung im Rücken war Fürth auch in der Folge die bessere Mannschaft. Sebastian Heidinger verfehlte das Tor der Gäste nur knapp (27.). Die Eisernen bekamen nach 20 Minuten zwar etwas mehr Ballbesitz, doch die Fürther verschoben geschickt und machten die Räume eng – bemerkenswert bei einer Abwehr, die nach Paderborn und Duisburg die schlechteste der Liga ist (38 Gegentreffer).

So fanden die Berliner kein Durchkommen. Im Gegenteil: Fürths Gjasula scheiterte zwei Mal in der 22. und 24. Minute mit Schüssen über das Tor. Einzige Union-Chance in der ersten Hälfte war ein Kopfball von Innenverteidiger Pogatetz, den Fürth-Schlussmann Sebastian Mielitz über die Latte lenkte (34.).

Nach dem Wechsel wurde Union etwas gefährlicher. Quaner scheiterte aber an Mielitz (48.). Berlin war zwar weiterhin bemüht, es mangelte jedoch an der notwendigen Zielstrebigkeit. Fürth spielte seine Kontermöglichkeiten derweil schlecht aus und musste daher bis zum Treffer von Wurtz zittern.

Weil es durch das Fehlen der gesperrten Wood und Kreilach in der Offensive aber an der Durchschlagskraft bei Union mangelte, war das 2:0 für Fürth am Ende verdient. Der Ronhof ist eben kein gutes Pflaster.

Dementsprechend enttäuscht war Unions Interims-Trainer André Hofschneider nach dem Spiel: "Wir hatten uns nach dem letzten umkämpften Heimsieg vorgenommen, hier früh Akzente zu setzten. Das ist uns genau vier Minuten gelungen. Dann lagen wir hinten. Das hat natürlich den Fürthern in die Karten gespielt, weil sie dann aus einer geordneten Defensive heraus Druck machen konnten. Wir waren dann in vielen Situationen zu überhastet. Nach der Pause konnten wir das Spiel etwas ausgeglichener gestalten. Am Ende geht der Sieg aber völlig in Ordnung."

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