Hertha BSC geht mit einem buchhalterischen Minus von 7,6 Millionen Euro aus der Saison 2014/15, doch Finanzchef Ingo Schiller ist dennoch zufrieden. In der Bilanz zeigten sich deutlich die positiven Auswirkungen des Einstiegs von Finanzinvestor KKR im Januar 2014. So konnte der Fußball-Bundesligist seine Verbindlichkeiten von 36,8 Millionen Euro im Juni 2013 absenken auf 15,9 Millionen Euro zum 30. Juni 2015. Die zinstragenden Verbindlichkeiten bei Bankinstituten hat Hertha komplett getilgt.

Auch auf der Eigenkapital-Seite steht statt einem Negativwert von zehn Millionen in diesem Sommer ein positiver Wert von 21,37 Millionen Euro. „Es ist die Parallelität der Entwicklung seit dem Einstieg von KKR: Wir waren in der Lage, die zinstragenden Verbindlichkeiten auf Null setzen, haben bestimmte Rechte zurückgekauft“, sagte Schiller. „Dadurch können wir jetzt Mittel, die wir erhalten, in den Sport investieren.“

Minus von 7,6 Millionen Euro

Das Spieljahr 2014/15 beendet Hertha mit einem Minus von 7,6 Millionen. Die erklären sich, so Schiller, vor allem aus Abschreibungen in Höhe von 6,3 Millionen Euro.

Insgesamt stehen Erträgen von 88,5 Millionen Euro, darunter 24,1 Millionen an TV-Geldern, Ausgaben gegenüber von 96,1 Millionen Euro. An Personalkosten weist Hertha für die vergangene Saison 42,2 Millionen Euro aus, davon 36 Millionen für den Lizenzspieler-Kader.

Zur Perspektive des aktuellen Bundesliga-Fünften sagte Schiller: Ob er den Markenwert von Hertha betrachte, die Entwicklung der Bundesliga im Allgemeinen oder den Wert des Standortes Berlin, „wir gehen von positiver Wertentwicklung aus“.

Schiller wird die Zahlen am Abend auf der ordentlichen Mitgliederversammlung von Hertha BSC in der Messehalle 20 vortragen. Das wichtigste Ziel für die laufende Saison sei es, dass Hertha sich in der TV-Geldrangliste vom bisherigen Platz 16 verbessere.

Die Zusammenarbeit mit dem Privat-Equity-Unternehmen KKR (New York) ist zunächst auf sieben Jahre angelegt. KKR hatte im Januar 2014 insgesamt 61,2 Millionen Euro investiert und unter anderem 9,7 Prozent der Anteile von Hertha erworben.