Eigentlich hatte sich Roy Beerens das anders gedacht. Als der Mittelfeldspieler von Hertha BSC am Dienstagnachmittag erstmals nach einer Woche Verletzungspause wieder ins Training des Berliner Bundesligaklubs einstieg, sagte er wenig später, er wolle bis Saisonende auf die Zähne beißen. Doch nun wurde der Niederländer von der Realität eingeholt.
Beerens Trainer Pal Dardai musste am Donnerstag bekannt geben, dass der 27-Jährige nun doch länger ausfallen und damit nicht nur die Partie gegen den FC Bayern am Sonnabend (18.30 Uhr/im Liveticker bei immerhertha.de) verpassen wird. Die alte Verletzung im rechten Sprunggelenk, die sich Beerens bereits im Dezember 2014 gegen Eintracht Frankfurt zugezogen hatte, ist wieder aufgebrochen. Nun muss der Flügelspieler zwei Wochen lang den Fuß mit einer Schiene ruhigstellen.
Angst vor einer chronischen Entzündung
„Roy hat ein großes Herz gezeigt, er hat es in dieser Woche versucht. Aber wir müssen aufpassen, eine chronische Entzündung wollen wir nicht provozieren“, sagte Dardai. Bereits beim 0:0 gegen den 1. FC Köln am Sonnabend hatte Beerens gefehlt. Gegen die Kölner kompensierte Dardai seinen Ausfall mit Genki Haraguchi, der auf die rechte Mittelfeldseite rückte und seine Sache gut machte.
Dennoch sagte Dardai: „Natürlich ist Roys Ausfall ein Verlust, egal ob er von der Bank kommt oder von Anfang an spielt. Er ist ein kreativer Spieler.“ Wie lange Beerens ausfallen wird, ist allerdings noch offen.
Im Schlussspurt der Bundesliga fehlen Hertha neben Beerens auch Tolga Cigerci, Alexander Baumjohann, Hajime Hosogai, Julian Schieber und Ersatztorwart Rune Jarstein. Änis Ben-Hatira ist nach seiner überstandenen Muskelverletzung wieder ins Training eingestiegen. Das Spiel gegen den FC Bayern kommt für den Deutsch-Tunesier wohl aber zu früh.
mey





