Das zeigt der „Immobilienreport 2014“ des Portals ImmobilienScout24, für den über eine Million Angebote ausgewertet wurden, die in den letzten zwölf Monaten auf dem Portal angeboten wurden. Deutschlandweit betrug der Anstieg nur rund 15 Prozent.
Der Report prognostiziert für das kommende Jahr einen weiteren rund fünfprozentigen Anstieg der Neuvertragsmieten in der Hauptstadt. „Berlin ist für viele Menschen aus dem In- und Ausland hoch attraktiv. Dem starken Zuzug steht ein stagnierendes Angebot an Mietobjekten gegenüber. Das führt zu enormem Preisdruck“, erklärt ImmobilienScout-Analyst Michael Kiefer.
Weniger Mietwachstum wird hingegen für andere Metropolen wie etwa Hamburg oder Köln prognostiziert. Nach den vorliegenden Daten ist dort nur mit einem Anstieg von 1,5 Prozent bzw. 1,62 Prozent zu rechnen. Ursächlich hierfür seien das bereits vergleichsweise hohe Preisniveau sowie das geringere Bevölkerungswachstum.
Wer zurzeit in die Hauptstadt zieht, muss bei Abschluss eines Neuvertrags zwischen 5,25 Euro bis 11 Euro pro Quadratmeter zahlen, heißt es weiter. Spitzenreiter sei demnach der Bezirk Grunewald mit 11 Euro pro Quadratmeter. Am günstigsten gäbe es derzeit Mietwohnungen in Wartenberg (5,25 Euro) im Nordosten der Stadt. Bei der Entwicklung der Mieten zeichne sich jedoch ein anderes Bild ab. Es seien vor allem die innerstädtischen Bezirke, in denen die Mieten steigen. Spitzenreiter ist Neukölln. In dem ehemaligen Arbeiterbezirk hätten die Mieten in den letzten fünf Jahren um 54,5 Prozent zugelegt. Aber auch in Kreuzberg (44 Prozent), Treptow (44 Prozent), Friedrichshain (42,2 Prozent) und Wedding (41,4 Prozent) seien die Angebotsmieten überdurchschnittlich angestiegen.
BM

