Trauernde aller Generationen drängten sich am Sonntag vor dem Haus der Begegnung in Charlottenburg, um Abschied von dem 20-jährigen Gewaltopfer zu nehmen. An einer privaten Trauerfeier im kleinen Kreis hatten zuvor auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) teilgenommen. Die Zeremonie leitete ein buddhistischer Mönch. Vor dem Gebäude waren Kränze und ein Foto des 20-Jährigen aufgestellt. Freunde des Opfers hatten letzte Botschaften für ihn aufgenommen, die über eine Videoleinwand in der Trauerhalle liefen. Er soll zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis beigesetzt werden.

Unterdessen äußerte sich der frühere Berliner Weltklasseboxer Oktay Urkal gegenüber der Berliner Morgenpost entsetzt über die Gewalttat, die sein Neffe Onur U. (19) vor zwei Wochen am Alexanderplatz begangen haben soll. Die Polizei vermutet, dass sich der 19-Jährige in die Türkei abgesetzt hat. „Es ist entsetzlich, ich habe Tränen in den Augen“, sagte Urkal. „Was mein Neffe getan hat, ist das Schlimmste, was einem Menschen angetan werden kann. Anstatt sich zu verstecken, sollte er sich sofort stellen wie ein Mann“, appellierte Urkal.