- Neben DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Charlotte Knobloch und Rüdiger Freiherr von Fritsch, dem deutschen Botschafter in Polen, flogen auch Philipp Lahm, Miroslav Klose und Lukas Podolski mit. Klose und Podolski sind in Polen geboren worden und waren auf eigenen Wunsch mitgereist. "Mit dem Besuch in Auschwitz wollten wir ein Zeichen setzen, dass ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte niemals in Vergessenheit geraten und sich nie wiederholen darf", sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff.
Niersbach und Ligapräsident Reinhard Rauball legten einen Tag nach dem Länderspiel gegen Israel in Gedenken an die Opfer des Holocaust einen Kranz an jener Stätte nieder, wo im Zweiten Weltkrieg rund 1,1 Millionen Menschen ermordet worden sind, darunter eine Million Juden. Die Führung war für die deutsche Delegation auf etwa zwei Stunden verkürzt worden. Nach dem Besuch eines Teils der ehemaligen Lagerbaracken, in denen sich heute Ausstellungsräume der Gedenkstätte befinden, fuhr die DFB-Delegation zum rund drei Kilometer entfernten Lagerkomplex Birkenau. "Es ist unsere Verpflichtung und Verantwortung, sehr genau hinzuschauen und vor allem den vielen jungen Sportlern in unseren Vereinen immer wieder zu vermitteln, dass Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz keinen Platz haben dürfen", sagte der DFB-Präsident. In seinem Eintrag in das Buch der Gedenkstätte erinnerte er an das Leid der Verfolgten und Ermordeten, zu denen auch Fußballspieler aus Polen und anderen Ländern zählen. Um dem Besuch einen stillen und würdevollen Rahmen zu geben, hatten die deutschen Medien darauf verzichtet, die Delegation zu begleiten. Während der EM wird das DFB-Team in Danzig wohnen.
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