- Die Maßnahmen liefen den Vereinbarungen zwischen dem Iran und der sogenannten 5-+-1-Gruppe zuwider und verhinderten eine akzeptable Lösung im Atomstreit, sagte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast. Mit den EU-Sanktionen werde ein "Feindbild" gegen die iranische Nation aufgebaut. Am Sonntag tritt ein im Januar von Brüssel beschlossenes Ölembargo in Kraft.
"Die europäischen Mächte sollten sich lieber um ihre internen Probleme kümmern", sagte Mehmanparast weiter. Die Sanktionen würden zudem die wirtschaftlichen und sozialen Probleme der EU-Länder verschärfen. Der Chef des iranischen Atomprogramms, Ali Akbar Salehi, sagte laut der Nachrichtenagentur Isna, der Iran sei mittlerweile an Sanktionen gewöhnt und es gebe da "nichts Neues". Zu den Verhandlungen mit der 5-+-1-Gruppe, den fünf UN-Vetomächten und Deutschland, sagte er, diese gingen in die "richtige Richtung".
Der Iran wird verdächtigt, nach Atomwaffen zu streben. Teheran selbst weist das zurück und pocht auf sein Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie. Auch zuletzt gab es bei den internationalen Verhandlungen mit dem Iran über sein Atomprogramm keinen Durchbruch.
AFP

