„Uns fehlen einfach die Jahre“, sagte der Leiter der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche und -forschung in Berlin. In den 1970er, 80er und frühen 90er Jahren habe die Herkunftsforschung in den Museen keine Rolle gespielt. 99 Projekte unterstützt Hartmanns Behörde deutschlandweit, seit 2012 stehen dafür zwei Millionen Euro im Jahr zur Verfügung, von 2008 bis 2011 war es nur die Hälfte. Das Geld sei aber nicht das Hauptproblem, sagte Hartmann: „Da sind Kontinuitäten abgebrochen. Wir könnten heute ganz anders arbeiten, wenn uns diese Jahre nicht fehlen würden.“ Der ehemalige Kulturstaatsminister Michael Naumann hatte im „Spiegel“ mehr Geld für die Erforschung von Nazi-Raubkunst in deutschen Museen gefordert.