„Einst hat hier der Alte Fritz seine Soldaten vergattert, bevor sie ins Manöver zogen“, erläutert Bernd Wolfgang Steuten, Vorstandsvorsitzender der EUCON Europäische Consulting AG, der bei Groß Glienicke den Villenpark Potsdam entwickelt. Rund 300 Jahre deutsche Militärgeschichte hat das Areal schon erlebt, zuletzt waren hier Grenztruppen der DDR stationiert – eine denkmalgeschützte Lkw-Großgarage, die zu einem feinen, kleinen Einkaufzentrum werden soll und ein Offizierscasino, das unter anderem eine Sporthalle beherbergt, zeugen noch davon.
Eingebettet in ein 200 Hektar großes geschlossenes Waldgebiet, den Glienicker Forst, liegt die Wohnanlage mit zahlreichen Grünflächen und teils altem Baumbestand auf der Stadtgrenze von Potsdam und Berlin. „Auf einem Gelände von 250.000 Quadratmetern erschließen wir insgesamt 182 Baugrundstücke unterschiedlicher Größe von 500 bis etwa 2000 Quadratmeter“, erklärt Steuten. Aufgeteilt ist das Projekt in fünf Quartiere, die nach und nach erschlossen werden. Von den Grundstücken der ersten beiden Quartiere sind nur noch wenige Einheiten frei. Begonnen wurde inzwischen mit dem Verkauf im dritten Abschnitt, der in diesem Jahr erschlossen wird. Der Quadratmeterpreis dieser Grundstücke liegt bei 270 Euro inklusive sämtlicher Erschließungskosten bis hin zum schnellen Internetanschluss. „Im ersten Quartier sind bereits 13 Villen bewohnt, acht stehen kurz vor der Fertigstellung“, beschreibt der Vorstandsvorsitzende den Fortgang des Projektes. Gefragt seien Grundstücksgrößen zwischen 600 und 900 Quadratmeter, so Steuten weiter, der eine oder andere Interessent ließe sich jedoch auch zwei Grundstücke zusammenlegen. In der Wahl des Haustyps und der zu beauftragenden Baufirma sind die Bauherren im Rahmen bestimmter Vorgaben recht frei. „Natürlich möchten wir nicht so gerne einen Bungalow zwischen zwei zweigeschossigen Villen sehen“, sagt der Projektentwickler.
In der Regel würden Wohnflächen von 180 bis 250 Quadratmeter errichtet, so Steuten. Bisher kommen die Grundstückkäufer etwa je zur Hälfte aus Berlin und von auswärts, wobei die Bauherren aus bisher zwölf verschiedenen Ländern für einen internationalen Mix im Wohngebiet sorgen. Sie können sich von Anfang an über eine gute Infrastruktur freuen. Nicht nur die Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Berlin-Spandau und Potsdam-Zentrum stimmt, auch der Geschäfte-Mix kann sich sehen lassen. So werden in die ehemalige Lkw-Garage Bäckerei, Lebensmittelgeschäfte, Zeitungsladen, Café und Restaurant einziehen, ein Allgemeinmediziner und ein Kinderarzt sollen sich auf dem Gelände niederlassen und es gibt eine Sporthalle sowie Fitness. Vielleicht wird später in dem zum Bauprojekt gehörenden Waldfenn sogar ein eigener Badesee entstehen. Letzterer ergänzt die Freizeitmöglichkeiten der näheren Umgebung perfekt. So ist der nahe gelegene Groß Glienicker See ein Naturidyll mit Wassersportmöglichkeiten und besten Voraussetzungen für ausgedehnte Wanderungen und Radtouren bis zur Havel und zum Wannsee.
Der Ort Groß Glienicke ist seit 1945 geteilt. Der westliche Teil der Gemeinde, in dem auch die Wohnanlage liegt, gehörte während der deutschen Teilung zur DDR und wurde 2003 nach Potsdam eingemeindet. Aber auch auf Berliner Gebiet gab und gibt es ein Groß-Glienicke – geschrieben mit Bindestrich. Der östliche Teil der ursprünglichen Gesamtgemeinde gehört seit Ende des Zweiten Weltkriegs zum Berliner Bezirk Spandau und ist heute ein Teil des Ortsteils Kladow.

