Am 6. September ist es soweit. Das erste Flugzeug wird auf der Start- und Landebahn Süd des künftigen Hauptstadtflughafens BER starten - allerdings anlässlich der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA. Denn die BER-Eröffnung ist ja auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Exklusiv steht die Start- und Landebahn so der ILA vom 11. bis zum 16. September für ihre Flugshows zur Verfügung. Erstmals findet die Messe nicht auf dem Veranstaltungsgelände in Schönefeld-Süd, sondern am Großflughafen in den Hallen des neuen Berlin ExpoCenter Airport statt. "Wir sind ,Ready for Take-Off'", sagte Stefan Grave, ILA Projektdirektor der Messe.

In Messehalle zwei, einer von drei festen und vier temporären Hallen mit rund 50.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, präsentierte Grave am Dienstag zusammen mit Dietmar Schrick, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V., die ILA-Höhepunkte. Rund 1200 Aussteller aus 45 Nationen werden die Neuheiten der Aerospace-Industrie zeigen. Während die ersten drei Tage den Fachleuten vorbehalten sind, ist die ILA ab 14. September für alle geöffnet.

Vielzahl an Themen und Flugshows

"Es ist die Vielzahl an Themen, die die Messe so interessant macht", betonte Schrick. Aber auch die rund 270 Flugobjekte, die in der Luft und auf der 1,5 Kilometer langen Freifläche mit Blick auf die Südbahn zu sehen sein werden, dürften Flugbegeisterte anlocken. Mit dabei sind unter anderem die zwei weltweit größten Zivilflugzeuge Boing 747-8, allerdings nur zum Messeauftakt, und der Airbus A-380, mehr als 30 Oldtimer sowie Militär- und Forschungsflugzeuge. Am Himmel stellen unter anderem die Bundeswehr, erfahrene Showflieger und die Nationalstaffel des diesjährigen Partnerlandes Polen sowie der Türkei ihr Können unter Beweis.

In den Hallen kann man zum Beispiel erfahren, wie die Flugzeuge der Zukunft aussehen könnten und welchen Nutzen die Raumfahrt für das Leben auf der Erde hat. In Flugsimulatoren können Besucher ausprobieren, wie es sich im Cockpit anfühlt. Und wer selbst seinen Traum vom Fliegen verwirklichen will, kann sich im CareerCenter über Arbeitsmöglichkeiten informieren. Nachwuchs wird in Zeiten voller Auftragsbücher dringend gesucht, sagte Schrick. Insgesamt rechnet er mit 200.000 Besuchern.

sogi