Nach Veranstalter-Angaben werden rund 150 Künstler aus aller Welt erwartet. Stadtrat Marc Schulte (SPD) sagte, der Lärm solcher Open-Air-Veranstaltungen auf dem Teufelsberg sei "unerträglich für die Nachbarschaft". Zudem werde es über Facebook angekündigt, sodass mit einer Masse von Jugendlichen zu rechnen sei. Es handele sich um eine illegale, kommerzielle Party in einem Waldgebiet, die nicht genehmigungsfähig sei.

Eine Genehmigung war auch noch gar nicht beantragt worden. Wie der Pächter des Areals, Shalmon Abraham, sagte, habe ihn die Polizei am Freitag angerufen, woraufhin er zum Ordnungsamt gegangen sei - in der Hoffnung auf eine Sondergenehmigung. Jetzt sei ihm klar, das Fest absagen zu müssen. Nun überlegt Abraham, es ohne Musik, nur mit Theater und Kunst, auf kleinem Level, "so wie eine Vernissage", zu organisieren. Ob das allerdings aufgrund der Verbreitung durch Facebook noch funktioniert, ist fraglich. Polizei und Bezirk wollen aber alles tun, das Fest zu unterbinden. Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) bezeichnete die Verpachtung an jemanden, der solche Massenveranstaltungen im Wald organisiert, als "abenteuerlichen, skandalösen Vorgang. Auch wenn wir hier in der City West sind, tolerieren wir Wildwest dieser Art nicht", kritisierte er.

bsm