Die Kanzlei Schwemer, Titz & Tötter, die das Haus im Auftrag der HSH Nordbank verwaltet, hatte am 1. August beim Verwaltungsgericht beantragt, die von der Bauaufsicht Mitte kurz zuvor verfügte Sperrung des Gebäudes sofort zu vollziehen. Das teilte am Donnerstag Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) mit. Die Richter wiesen den Antrag jedoch zurück, er sei unbegründet. Die sofortige Vollziehungsanordnung erübrige sich, da die Tacheles-Vertreter dabei seien, das zwischen Bezirksamt und Tacheles-Künstlern vereinbarte "Brandschutzpaket" umzusetzen. "Somit wurde das Bezirksamt in seiner Verfahrensweise bestätigt", sagte Spallek.
Die Behörde hatte das Gemäuer zwar gesperrt, den Künstlern jedoch Zeit eingeräumt, um einen sicheren Zustand wieder herzustellen. Die Tacheles-Leute haben wie berichtet zwar Gerümpel weggeräumt und Fluchtwege frei gemacht, hatten aber Probleme, die Notbeleuchtung in Gang zu bringen, weil der Zwangsverwalter den Strom abgedreht hat und den Zugang zum Stromanschluss verweigert. Die Bauaufsicht hat ein weiteres Gespräch angeboten, um das Gebäude wieder für Publikum zu öffnen. Für den 4. September ist jedoch ohnehin ein Termin für eine Zwangsräumung des weltbekannten Kunsthauses angekündigt.
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