Zum Artikel: „Fahr­rad-Ent­­scheid
durch­ge­fal­len“ vom 28. Februar

Endlich wurde diesem Fahrrad-Wahnsinn eine Grenze aufgezeigt. 100.000 Berliner wollen mehr als drei Millionen Mitbürgern vorschreiben, welches Verkehrsmittel sie zu nutzen haben und sogar Bundesgesetze aushebeln. Ich möchte das Verkehrsmittel nutzen, das ich will, und das ist bevorzugt mein Auto. Bei Regen und Schnee will ich nicht mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren müssen, und in den überfüllten Bussen und Bahnen will ich mir keine Grippe holen. Der Ausbau von Fahrrad-Infrastruktur ist ja durchaus wünschenswert, aber nicht durch ein Zurückdrängen des Autoverkehrs, der heute ohnehin schon durch die Radfahrer massiv behindert wird und der für das wirtschaftliche Vorankommen Berlins unabdingbar ist und fließen muss, damit die Steuergelder verdient werden, die zum Radwegeausbau benötigt werden. Wo nehmen die Fahrrad-Ideologen eigentlich den Anspruch her, auf Radschnellrouten verzögerungsfrei durch die Stadt zu cruisen? Wenn diese Forderung von Autofahrern gestellt würde, gäbe es einen massiven Aufschrei.

Dr. Klaus Pade, per E-Mail

Es ist erstaunlich, wie eine schlagkräftige Radfahrerlobby sich Gehör verschafft hat für ihre Radschnellwege durch die Stadt. Für den Autofahrer stimmt das ja: Kann er eine Hauptstraße oder gar eine Autobahn nutzen, machte er gern einen Umweg und ist schneller am Ziel. Radfahrer aber suchen immer den kürzesten Weg. Die Radschnellwege werden vermutlich nur von wenigen Radfahrern benutzt – wie viele wirklich, sollte man ermitteln, ehe Millionen dafür ausgegeben werden und ehe Verkehrsflächen anderen Verkehrsteilnehmern entzogen werden.

Friedrich F. Zuther, Lichterfelde

Frank Henkel hätte nochlänger nachdenken sollen

Zum Artikel: „Frank Henkel will für Mitte in den Bundestag“ vom 1. März

Man muss dem Gegenkandidaten Philipp Lengsfeld zustimmen, wenn er Herrn Henkel als gescheiterten Politiker darstellt, der seine Karriere hinter sich hat. Wenn Herr Henkel meint, er hätte lange über eine Kandidatur wegen des letzten Jahres nachgedacht und es in der Demokratie möglich sein müsse, zu scheitern, ohne gleich geächtet oder vom Platz gestellt zu werden, hätte ich Herrn Henkel geraten, noch ein wenig länger über sein Vorhaben nachzudenken.

Irmela Christen, per E-Mail

Als Bürger kann man nur den Kopf schütteln, wer alles versucht, das Volk im Bundestag zu vertreten. Frank Henkel war wohl der unfähigste Innensenator, den Berlin je hatte. Da war Lummer sogar besser. Solchen Leuten geht es nur um Posten, nicht um die Sache. Warum sollen wir Steuerzahler solche Leute bezahlen? Ich hoffe, die Wähler in Mitte wählen Henkel ab und die CDU kapiert das, wenn man die Landesliste aufstellt.

Siegfried Werth, per E-Mail

Der Ausbau der U7 hätte eigentlich Vorrang

Zum Artikel: „Senat prüft Bau neuer U-Bahn­stre­­cken“ vom 27. Februar

Der Ausbau der Linie U7 ist überfällig. Alle Anstrengungen, die momentan gemacht werden, um die Verbindung von Rudow zum alten Flughafen per Bus zu ermöglichen, wären bei frühzeitigem Baubeginn unnötig gewesen. Selbst dann, wenn der Umbau der Bushaltestellen endlich abgeschlossen ist, bleibt es für Rudower und Touristen unbequem und gefährlich.

Heide Binner, per E-Mail

Da in der Auflistung der infrage kommenden Strecken die Verlängerung der U7 fehlt, geht der Senat wohl davon aus, dass der BER nie fertig wird. Diese zwei Stationen hätten eigentlich Vorrang.

Brigitte Syskowski, Rudow