Zum Artikel: „Einheitsdenkmal in Berlins Mitte kommt nun doch“ vom 15. Februar Die wilde Konstruktion der Waage oder Wippe verleitet bestimmt wieder einige Personen dazu, dieses Denkmal – wie auch schon das Mahnmal in Mitte – als Spielplatz zweckzuentfremden. Kennt denn Frau Grütters nicht die Geschichte von der Wippe am Mendelssohn-Bartholdy-Park? Die war ständig kaputt, die Reparaturen viel zu aufwendig, deswegen hat es sich dort schon seit Jahren

ausgewippt. Unser Einheitsdenkmal ist das Brandenburger Tor.

Karin Erzweiler, per E-Mail

Warum hat es keine Volksabstimmung zum Bau des sogenannten Einheitsdenkmals gegeben? Ein so total überflüssiges und kostenintensives Bauwerk haben die Berliner nicht verdient und hätten es auch abgelehnt, wenn es eine Gelegenheit dazu gegeben hätte. Das Konstrukt lädt doch geradezu dazu ein, Abfälle aller Art dort zu deponieren. Und was hat eine „Wippe“ mit der deutschen Wiedervereinigung zu tun?

Gabriele-Sophie Grieser-Richter, E-Mail

Die Einheitswippe wirkt hier richtig als Fremdkörper und verstellt den Blick auf das nach historischem Vorbild wieder errichtete Schloss. Übrigens kann sie kein Denkmal für die Wiedervereinigung sein, denn die Vereinigung zweier Teilstaaten nach dem Volkswillen ist ein einmaliger Vorgang, der sich nicht mehr oder weniger „bewegen“ lässt. Was ist das für ein Kulturverständnis?

Gottfried Hecht, per E-Mail

Lieber Herr Kasupke, Sie sprechen mir voll aus dem Herzen. Wenn schon ein Einheitsdenkmal, dann eins mit mehr Würde und mehr Respekt vor der Leistung der ostdeutschen Bevölkerung und keine Halfpipe für Skater.

Liselotte von Homeyer, per E-Mail

Der Beschluss der Vorstände beider Koalitionsfraktionen im Bundestag, das zu Recht umstrittene Freiheits- und Einheitsdenkmal nun doch „durchboxen“ zu wollen, macht fassungslos. Das wäre eine neue Peinlichkeit für Berlin. Ich bin sehr froh über die Wiedererlangung unserer staatlichen Einheit und hatte auch immer darauf gehofft – aber ihr auf diese alberne Art ein Denkmal geben zu wollen, ist würdelos. Ich bin sicher, dass bei einer Volksbefragung eine große Mehrheit diesen Unsinn ablehnen würde – jedenfalls habe ich noch niemanden getroffen, der die Betonschaukel haben möchte, dann ausgerechnet vor der Schlossfassade. Abgesehen von den wegen der technischen Anfälligkeit zu erwartenden hohen Wartungs- und Instandhaltungskosten.

Jörg Görn, Moabit

So fördert man nachhaltigePolitikverdrossenheit

Zum Artikel: „Ein Park verschwindet“ vom 8. Februar

Wer eine solche Entscheidung trifft und umsetzt, der darf nicht (wieder) gewählt werden. So jedenfalls fördert man nachhaltige Politikverdrossenheit. Und ganz nebenbei wird mit der Gefährdung derer gezündelt, die eines Tages (wenn auch nur vorübergehend) auf dem abgeholzten Gelände wohnen sollen.

Lothar R. Kaltofen, Zehlendorf

Wieso wird „Kadterschmiede“ nicht geschlossen

Zum Artikel: „Ordnungsamt schließt Club ,N3‘“ vom 13. Februar

Da greift Mittes Bezirksbürgermeister Herr von Dassel höchstselbst ein, schliesst den Club „N3“ und bekommt eine Bestnote bei den Kopfnoten? Nun fragt man sich, warum die seit Ewigkeiten als illegale Kneipe titulierte „Kadterschmiede“ an der Rigaer Strasse in Friedrichshain noch immer nicht geschlossen wurde. Ist es Angst vor Randale der linken Szene oder freundschaftliche Duldung von Gesinnungsgenossen?

Robin Krusche, per E-Mail