Zum Artikel: „Neuer Anlauf für die Waage“ vom 25. Januar
Endlosschleife Einheitsdenkmal-Beton-Wippe. Kaum einer dürfte gegen ein Einheitsdenkmal in Berlin sein, aber wir kennen niemanden aus unserem großen Bekannten- und Freundeskreis, der diese Beton-Banane für das geeignete Symbol für die wiedergewonnene deutsche Einheit hält. Die eifrigen Verfechter dieser Lösung sollten doch bitte den Mann auf der Straße um seine Meinung bitten. Einig sollten wir uns über das Einheitsdenkmal schon sein.
Dr. Edgar Gruber, Zehlendorf
Dieses überdimensionierte Monstrum, in dem ich keinerlei Spuren von dem großartigen Ereignis wie der Wiedervereinigung Deutschlands erkennen kann, hat an dem geplanten Standort nichts zu suchen. Wenn ein Denkmal, dann bitte kleiner und prägnanter und auf keinen Fall an der dortigen Stelle. Wenn man schon das Schloss wieder aufbaut, sollte es auch so wieder aussehen wie zur damaligen Zeit. Dazu gehören selbstverständlich auch alle Figuren, Brunnen und Kolonnaden, die das historische Gesamtbild erst wieder vollständig machen.
Gerhard Bornmann, per E-Mail
Sigmar Gabriel hatte Angst vor einer weiteren Blamage
Zum Artikel: „Gabriels Paukenschlag“ vom 25. Januar
Sigmar Gabriel hatte bereits im Herbst angedeutet, dass er sich vorstellen könne, wegen Familienzuwachses im Frühjahr 2017, kürzerzutreten. Beim Parteitag wurde er nur noch von 74,3 Prozent seiner Genossen als Parteivorsitzender bestätigt. Die Umfragewerte der SPD dümpeln weiterhin bei 20 Prozent. Frank-Walter Steinmeier wurde mithilfe der CDU zum Bundespräsidenten gekürt und Martin Schulz stand nach seinem Ende in Brüssel für Aufgaben in der deutschen Politik zur Verfügung.
Sigmar Gabriel hat wegen seiner schlechten Werte und der Angst vor einer weiteren Blamage hingeschmissen, nicht ohne gleich zu fordern, den Außenministerposten zu übernehmen . Martin Schulz soll es nun richten und er erklärte nassforsch, dass er es für möglich halte, die SPD bei den Bundestagswahlen im Herbst von 20 auf gute 30 bis 32 Prozent zu bringen. Das wäre ein Zuwachs von rechnerisch 50 bis 60 Prozent - viel Spaß. Die SPD sollte erst einmal die Wahlen abwarten bevor sie schon die Posten verteilt, und ist da nicht vielleicht noch eine Rechnung bei der CDU wegen Steinmeier offen?
Jörg Dormann, Hermsdorf
Grüne überlassen unpopuläre Posten lieber der SPD
Zum Artikel: „Streit um BER: Grüne schicken Senatoren nicht in den Aufsichtsrat“ vom 24. Januar
Grüne und Linke wollten mit allen Mitteln an die Regierungsmacht. Ämter, die aber unpopulär sind und keine gute Presse erwarten lassen, wie das Ressort des Inneren oder einen Posten im Aufsichtsrat vom BER, lehnen sie ab und überlassen das getrost der SPD.
Gudrun Becker, per E-Mail
In den Aufsichtsrat gehören Fachleute und keine Politiker.
W.-D. Braun, Gatow
Schleichender Verlustan Lebensqualität
Zum Artikel: „Ein Kiez verwahrlost“ vom 23. Januar
Die Probleme in der Heidelberger Straße zeigen die seit Jahren bestehenden Defizite der Verwaltungen, insbesondere jener, die mit Ordnungsaufgaben zu tun haben. Es mangelt an Ressourcen. Als Bürger nimmt man irgendwann die Verwahrlosung und den Verlust an Lebensqualität resigniert zur Kenntnis und fragt sich , ob es nur an der Unfähigkeit der Politik liegt oder woran sonst.
Erwin Brand, Neukölln

