18.01.13

Hauptstadtflughafen

Platzeck lässt am BER neue Gepäckbänder prüfen

Um die Kapazität zu erhöhen, könnte der BER noch vor Eröffnung erweitert werden. Neben der Gepäcklogistik geht es auch um eine Landebahn.

Von Joachim Fahrun und Gudrun Mallwitz
Foto: dpa

Für mehr Passagiere notwendig: Die Erweiterung der BER-Gepäckausgabe steht auf der Liste von Matthias Platzeck oben
Für mehr Passagiere notwendig: Die Erweiterung der BER-Gepäckausgabe steht auf der Liste von Matthias Platzeck oben

Der BER wird aller Voraussicht nach nun doch schon vor seiner Eröffnung erweitert. Die Verantwortlichen des künftigen Hauptstadtflughafens gehen von Umplanungen aus, um die Abfertigungskapazitäten zu erhöhen, vor allem bei der Gepäckausgabe. Vor dem Hintergrund der steigenden Passagierzahlen werde die Flughafengesellschaft eine aktuelle Luftverkehrsprognose erstellen lassen, kündigte der neue BER-Aufsichtsratschef, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) am Freitag bei einer Sondersitzung des Hauptausschusses im Landtag an. "Engpässe können vor allem bei den Gepäckbändern entstehen", sagte Platzeck in Potsdam.

Derzeit ist der Airport für 27 Millionen Passagiere ausgelegt. Die beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld-Alt bewältigten aber zuletzt schon 25 Millionen – und es ist völlig unklar, wie viel Zeit noch bis zu seiner Eröffnung vergeht. Nach der vierten Verschiebung des zuletzt für 27. Oktober 2013 vorgesehenen Termins auf ungewisse Zeit

Sanierung der alten Piste könnte vorgezogen werden

So wäre es laut Platzeck denkbar, unter den neu gebauten Pavillons neue Gepäckbänder zu errichten. "Wir müssen auch darüber reden, ob eine Erweiterung über das Terminal selbst oder über Satelliten notwendig ist", sagte Platzeck weiter. Flughafenchef Horst Amann zufolge könnte der Zugang zu den Satelliten genannten Erweiterungsbauten jenseits des Rollfeldes ebenerdig oder unterirdisch angelegt werden. "Was wir erweitern müssen, richtet sich nach der Verzögerung und den finanziellen Möglichkeiten", sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke), der ebenfalls im Aufsichtsrat sitzt.

Derzeit werde auch geprüft, ob die Sanierung der alten Piste in Schönefeld und künftigen Nordbahn nun doch vorgezogen wird, gab Platzeck bekannt. "Damit könnten wir eine zweistellige Millionensumme einsparen", sagte er. Die Sanierung war bislang für 2016/17 im laufenden Flugbetrieb geplant und sollte aus den Einnahmen des BER finanziert werden.

Flughafenchef Horst Amann sagte, es werde geprüft, ob diese Option rechtlich und betrieblich möglich und mit dem Planaufstellungsbeschluss vereinbar ist. Denn während dieser Zeit müssten die Flieger aus Schönefeld-Alt auf die Südpiste des neuen Flughafens BER ausweichen.

Doch das LAN-Netzwerk funktioniert noch nicht störungsfrei und somit auch nicht die Beleuchtung der Landesbahn. Zudem ist eine Eröffnung der Südbahn bislang an der Stilllegung von Tegel gekoppelt. Der neue Aufsichtsratschef schließt eine Privatisierung der staatlichen Flughafengesellschaft mittlerweile nicht mehr aus. "Alles ist möglich, alles muss geprüft werden", sagte Platzeck. Die EU-Kommission muss die Finanzierung der Mehrkosten für den Flughafen genehmigen.

Bislang hat sie eine Finanzspritze der drei Gesellschafter von 1,2 Milliarden genehmigt. Zu rechnen ist damit, dass sie einen weiteren Kapitalzufluss an die Auflage knüpft, dass sich die Gesellschafter zumindest einen privaten Investor mit ins Boot holen. Damit soll eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber den anderen Flughäfen verhindert werden.

© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Multimedia
Hauptstadtflughafen

Die Schlüsselfiguren des BER-Projekts

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Südkorea Geretteter Schulleiter bringt sich um
Schriftsteller Trauer um Gabriel Garcia Marquez
Trotz Handelsverbot Kanada eröffnet die alljährliche Robbenjagd
Coachella Festival Hier ist Promis nichts peinlich
mood_inklusion_300.jpg
Inklusionspreis Berlin…

Auszeichnung für Unternehmen, die vorbildlich für behinderte…mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Fernsehprogramm

Von Jesus Christus bis Hitler – Das läuft über…

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote