Der Senat hat am Dienstag die Reihe seiner Bezirksbesuche in Steglitz-Zehlendorf fortgesetzt. Nach der gemeinsamen Sitzung von Senat und Bezirksamt im Rathaus Zehlendorf erklärte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), das Thema Flüchtlinge habe dabei eine große Rolle gespielt. Müller erneuerte den Wunsch der Landesregierung, „perspektivisch“ die mit Flüchtlingen belegten Sporthallen wieder freimachen zu können. Einen Termin nannte er nicht, dies sei nicht nur vom weiteren Zuzug der Asylsuchenden abhängig, sondern auch davon, wie schnell andere große Unterkünfte zur Verfügung stünden.
Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) begrüßte, dass es nun eine klare Aussage zum Flüchtlingsstandort Wannsee gebe. Wie berichtet, sind im ehemaligen Bettenhaus der Lungenklinik Heckeshorn 210 Asylsuchende in einer Notunterkunft untergebracht. Das Gebäude soll zur Gemeinschaftsunterkunft mit 300 Plätzen ausgebaut werden. Zudem, so Kopp, sollen laut Senat zwei Modulbauten für insgesamt 800 bis 1000 Menschen errichtet werden. Zwei noch einigermaßen intakte Gebäude des ehemaligen Krankenhauses sollen zu Gemeinschaftsunterkünften mit jeweils 150 bis 200 Plätzen umgestaltet werden. Insgesamt könnten in Heckeshorn nach Abschluss der Arbeiten also 1700 Flüchtlinge leben. Hinzu kommt eine bereits bestehende Notunterkunft in der Straße Am Großen Wannsee mit 65 Plätzen.



