Am Berliner Hauptbahnhof ist am Dienstag eine Anlage zum sicheren und trockenen Unterstellen von Fahrrädern in Betrieb genommen worden. Die „Bike and Ride Box“ befindet sich am Westausgang des Bahnhofs.
Die doppelstöckig angeordnete Abstellanlage besteht aus zwölf Boxen, vier davon sind für Tages- und Wochenbuchungen vorgesehen, die übrigen können gleich für ein ganzes Jahr gemietet werden. Sechs Boxen sind technisch so ausgestattet, dass darin Pedelecs und E-Bikes aufgeladen werden können. Die Buchung erfolgt ausschließlich online unter www.bikeandridebox.de. Die Mieten liegen zwischen acht Euro (für einen Tag) und 195 Euro (für ein Jahr). Die Türöffnung ist 116 Zentimeter hoch und 80 Zentimeter breit ist. Die Tiefe der Box beträgt 198 Zentimeter.
Alternative zum Fahrradbügel
Betreiber der neuen Abstellanlage ist der Hersteller Kienzler Stadtmobiliar. Die Firma aus dem badisch Hausach betreibt bereits eine Anlage in Potsdam-Griebnitzsee sowie mehrere Standorten in Süddeutschland. Anders als Fahrradbügel, die es inzwischen an vielen Bahn-Stationen gibt, bieten die Boxen den Rad-Besitzern deutlich mehr Service. Die geschlossenen Behältnisse erhöhen nicht nur den Schutz vor Diebstählen, auch können dort Helme und Taschen mit verstaut werden.
Fahrradhostels am Südkreuz und in Lichtenberg
Ein ähnliches Konzept wie Kienzler verfolgt auch die Firma Smart Urban Solutions. Unter dem Namen Verlo easy bietet das Start-up Boxen in sogenannten Fahrradhostels an. In Berlin gibt es solche Anlagen seit Kurzem vor den Bahnhöfen Südkreuz, Lichtenberg und Karlshorst. Die Abstellplätze zum Preis von einem Euro pro Tag können über eine Smartphone-App oder die Webseite www.velo-easy.de gebucht werden.


