Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg hat am Mittwochabend einen Änderungsantrag beschlossen, in dem auf die bezirkliche Prüfung von Werbeplakaten vor deren Aushang verzichtet wird. Susanne Hellmuth (Grüne) vom Ausschuss für Gleichstellung bestätigte, dass der Antrag mit den Stimmen der Grünen, der Linken, der SPD und der Piraten verabschiedet worden ist.

„Mit dem Antrag haben wir aber auch beschlossen, dass Außenwerber künftig auf geschlechterdiskriminierende Werbung verzichten sollen“, sagte Hellmuth. Sollte jedoch sexistische Werbung veröffentlicht worden sein oder es dazu Beschwerden von Bürgern geben, solle das Bezirksamt die beanstandeten Plakate nachträglich prüfen. „Das betrifft allerdings nur die vier bezirkseigenen Werbeflächen in Friedrichshain“, so Hellmuth.

Mit den Werbeeinnahmen betreibt der Bezirk die Brunnen in Friedrichshain-Kreuzberg. Eine Einwohnerinitiative hatte im Herbst vergangenen Jahres gefordert, dass auf den Straßen und Plätzen des Bezirks keine Reklame mehr zu sehen sein soll.

kö