Kreuzberg Gemüseladen Bizim Bakkal im Wrangelkiez schließt nun doch

Im Juli 2015 protestierten Anwohner und Untwersützer gegen die drohende Schließung von Bizim Bakkal

Foto: Britta Pedersen / dpa

Im Juli 2015 protestierten Anwohner und Untwersützer gegen die drohende Schließung von Bizim Bakkal

Im Februar 2015 sollte „Bizim Bakkal“ der Mietvertrag gekündigt werden. Proteste verhinderten das Aus. Nun gibt der Inhaber trotzdem auf.

Mit ihrem Protest verhinderten Anwohner die Schließung des Kreuzberger Gemüseladens Bizim Bakkal - nun gibt Inhaber Ahmet Çalışkan trotzdem auf. Er schließt den Laden namens "Bizim Bakkal" in der Berliner Wrangelstraße zum 31. März aus gesundheitlichen Gründen, wie die Initiative "Bizim Kiez" mitteilte.

Die Unterstützer hatten im vergangenen Jahr immer wieder gegen die Kündigung des Mietvertrags protestiert und so zeitweise das Aus verhindert.

Als Grund für die nun angekündigte Schließung nannte "Bizim Kiez" auch "psychischen Druck", weil der Ladeninhaber vom Vermieter nach Rücknahme der Kündigung keinen Mietvertrag mit fester Laufzeit mehr bekommen habe. Er habe daher "keine planbare Perspektive" gehabt. Der Anwalt des Eigentümers war am Montag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

In der Vergangenheit hatte er aber betont, dass der Ladeninhaber nicht ganz unschuldig an der Situation gewesen sei. So habe er im vergangenen Jahr selbst um ein Gespräch mit der Hausverwaltung gebeten, weil er überlegt habe, den Laden aus persönlichen Gründen aufzugeben. Erst daraufhin sei es damals zu der umstrittenen Kündigung gekommen.

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