Gewalt am S-Bahnhof

Weil er am Ostkreuz zwei Frauen half, wurde er verprügelt

Peter B. ist das Gesicht zu einer kurzen Meldung der Bundespolizei. Er half zwei Frauen gegen ihre Peiniger und wurde selbst zum Opfer.

Peter B. postete ein Foto seines Gesichts auf Facebook. Es lässt erahnen, wie brutal der Täter zugetreten haben muss.

Foto: Facebook/Block 417 & Freunde / BM

Peter B. postete ein Foto seines Gesichts auf Facebook. Es lässt erahnen, wie brutal der Täter zugetreten haben muss.

Peter B. hat Zivilcourage bewiesen und mit seiner Gesundheit dafür bezahlt. Am 10. Januar ist er am Abend gegen 18.45 Uhr am S-Bahnhof Ostkreuz unterwegs, als er Zeuge einer lautstarken Auseinandersetzung wird. Drei Männer streiten mit ihren Begleiterinnen. Erst verbal, dann werden die Männer handgreiflich.

Peter B. schreitet ein, fordert die auf die Frauen einprügelnden Männer auf, von ihren Opfern abzulassen. Wie die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf einen Polizisten berichtet, der die Bilder der Überwachungskameras ausgewertet hat, soll einer der Männer Peter B. daraufhin zu Boden gerissen und ihn mit Anlauf und voller Wucht gegen den Kopf getreten haben.

Peter B. verliert das Bewusstsein. Mit schweren Gesichtsverletzungen kommt er ins Krankenhaus. Der Täter und seine Begleiter fliehen, ebenso die beiden Frauen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Peter B. ist Eishockey-Fan, Sprecher des Eisbären-Fanclubs "Block 417 & Freunde". Auf der Facebook-Seite des Fanclubs hat er ein Foto von sich gepostet, das ihn mit einem Bluterguss unter dem Auge und Verletzungen im Gesicht zeigt. Die Anteilnahme ist groß, ebenso der Respekt. "So was traut sich heute keiner mehr", schreibt einer.

Peter B. ist nach dem Vorfall nachdenklicher und wohl auch vorsichtiger geworden. "Wie ich in Zukunft auf so eine Situation reagieren würde, weiß ich bis heute nicht", schreibt er auf Facebook.

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