23.02.2013, 22:13

Verkehrslärm Wenn die S-Bahn nicht nur für Lärm sorgt


Bahnlärm: Stefanie Dorsch (l.) und Katrin Wernecke kämpfen gemeinsam

Foto: © JÖRG KRAUTHÖFER

Bahnlärm: Stefanie Dorsch (l.) und Katrin Wernecke kämpfen gemeinsam Foto: © JÖRG KRAUTHÖFER

Vor dem Wohnhaus an der Tucholskystraße 37 wird Lärm sichtbar. Zumindest in den warmen Monaten.

Nur wenige Meter von den Fenstern der Mieter entfernt, befindet sich ein Lüftungsschacht der S-Bahn. Mit jedem im Untergrund vorbeifahrenden Zug dringt Lärm aus der Tiefe. Und mit jeder "Akustikwolke" wird grauer Staub aus dem Tunnel ins Freie befördert.

"Im Sommer können die Kinder nicht bei offenem Fenster schlafen", sagt Mieterin Katrin Wernecke. Unterhaltungen mit Gästen oder fernsehen seien ebenfalls nur bei geschlossenen Fenstern möglich. "Jeder Zug, der durch den Tunnel fährt, bringt Lärm, Dreck und Gestank nach oben."

Auch das Café "Princess Cheesecake" hat seine Geschäftsräume in dem Haus. "Wir versuchen, es unseren Gästen mit unseren feinen Tortenkreationen und unserem schönen Ambiente so angenehm wie möglich zu machen", sagt Stefanie Dorsch, Assistentin der Geschäftsführung. "Der Lärm, der aufgewirbelte Dreck und üble Gerüche aus dem Schacht stören natürlich die Atmosphäre im Sommer sehr."

Die Gäste, die im Freien säßen, litten darunter. "Uns wurde gesagt, dass vor der Sanierung der S-Bahn die Lautstärke nicht so schlimm war wie aktuell", sagt Dorsch. Mit der Senatsinitiative wächst bei den Betroffenen nun die Hoffnung, dass sich die Bahn des Problems annehme: "Das wäre doch ein Erfolg."

(ag)
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