09.06.12

Fußball-EM

Die wichtigsten Fragen rund um die Berliner Fanmeile

Zum EM-Auftakt der deutschen Elf eröffnet die Fanmeile. Morgenpost Online verrät, was Sie über das Public Viewing in Berlin wissen müssen.

Von Markus Falkner
Foto: DPA
Fanmeile in Berlin
Auf der Fanmeile können 450.000 Fans gemeinsam jubeln

Wann ist die Fanmeile geöffnet?

Insgesamt sieben Spieltage werden auf der Straße des 17. Juni übertragen: die drei deutschen Vorrundenspiele gegen Portugal, die Niederlande und Dänemark, ein erhofftes Viertelfinale mit deutscher Beteiligung, die Halbfinals und das Endspiel. Geöffnet ist die Meile von 13 bis 24 Uhr, beim Finale von 11 bis 24 Uhr.

Wie viele Fans werden erwartet?

Die Veranstalter rechnen – gutes Wetter vorausgesetzt – mit einem großen Ansturm. Platz gibt es offiziell für bis zu 450.000 Besucher.

Warum werden die anderen Spiele nicht gezeigt?

Die Erfahrung der vergangenen EM- und WM-Turniere hat gezeigt, dass das Interesse meist gering ist. Teilweise verloren sich weniger als 2.000 Besucher auf dem riesigen Gelände. Die Fanmeile zu öffnen, wäre an diesen Tagen wegen der hohen Kosten für Strom, Wasser und Personal schlicht unwirtschaftlich, wie Veranstalter Willy Kausch betont.

Wie komme ich stressfrei hin?

Die wichtigste Regel lautet: Rechtzeitig kommen. Bei drohender Überfüllung werden die Veranstalter einzelne oder alle Eingänge schließen. Für die Anreise sollten Fans auf jeden Fall die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Aus Erfahrung rät Produktionschef Rainer Wohlthat den Fans, lieber nicht über den S- und U-Bahnhof Brandenburger Tor anzureisen. Weil sich dort die Massen besonders ballen, schließen sich die Tore dort voraussichtlich früher als an den anderen Eingängen. Entspannter geht es mit einem kleinen Fußmarsch von den Bahnhöfen Potsdamer Platz oder Bellevue.

Gibt es Einlasskontrollen?

Ja. Die Fanmeile ist weiträumig abgesperrt. Insgesamt wurden dafür 4.370 Meter Zäune aufgestellt. An allen sechs Eingängen – links und rechts des Brandenburger Tores, an beiden Seiten der Ebertstraße, an der Yitzhak-Rabin-Straße und auf der Westseite der Straße des 17. Juni – wird es Taschenkontrollen geben. Die Liste der verbotenen Gegenstände ist lang. Nicht erlaubt sind Waffen aller Art, Feuerwerkskörper und Gassprühdosen, Flaschen, Becher und Krüge aus Glas oder sonstige zerbrechliche Materialien, Leitern, Hocker, Klappstühle, große Taschen, Rucksäcke und Koffer, Fahnenstangen, die mehr als einen Meter lang oder mehr als drei Zentimeter dick sind (Fahnen müssen außerdem "schwer entflammbar" sein), Megaphone, Vuvuzelas und Gasfanfaren sowie Alkohol aller Art, Tiere und Laserpointer.

Was wird auf der Fanmeile geboten?

Neben den Live-Übertragungen sorgen etwa 60 Stände mit Fanartikeln, Speisen und Getränken für die nötige Versorgung der Fans. Im Rahmenprogramm gibt es Musik von Radio-DJs, Mitmachaktionen und Gewinnspiele.

Was kosten die Getränke?

Bier (0,4 Liter) gibt es für 3,50 Euro, Softdrinks (0,5 Liter) für 3 Euro. Der halbe Liter Mineralwasser kostet 2,50 Euro, und wer mit Sekt auf die Tore anstoßen will, zahlt 5 Euro für 0,2 Liter.

Wie viele Videowände gibt es?

Sieben Großbildwände garantieren beste Sicht auf die Spiele. Die größte hängt über der Hauptbühne am Brandenburger Tor.

Gibt es einen Dresscode?

Natürlich vor allem das weiße Trikot der deutschen Elf. Ansonsten alles, was in Schwarz-Rot-Gold zu haben ist. Engpässe bei Fanartikeln gibt es noch nicht. Von Karstadt Sport über Kaufhof bis zu vielen Supermärkten gibt es Outfits und Zubehör.

Wo kann ich noch gucken?

In Hunderten Kneipen, Clubs und Biergärten der Stadt. Die besten Orte außer der Fanmeile von A bis Z:

Arena Fußballtempel Mit zwei großen Leinwänden und Platz für bis zu 1.000 Fans sind die besten Voraussetzungen für große Emotionen geschaffen. Eichenstraße 4, Treptow.

11 Freunde EM-Quartier Das Magazin für Fußballkultur "11 Freunde" schlägt sein EM-Quartier 2012 auf dem Gelände des alten Postbahnhofs am Ostbahnhof auf. Bis zu 3000 Fans haben Platz vor der riesigen LED-Videowand und vielen kleinen Monitoren, Straße der Pariser Kommune 8, Friedrichshain.

Kulturbrauerei Platz für 5.000 Fußball-Fans gibt es vor der riesigen LED-Wand im Hof zwischen den Backsteinbauten. Bei deutschen Spielen, den Halbfinals und dem Endspiel kostet der Eintritt drei Euro, ansonsten frei. Schönhauser Allee 36-39, Prenzlauer Berg.

Lido EM-Hauptquartier Im Club Lido bejubelt die Kreuzberger Szene die Tore. Alle deutschen Spiele sowie alle Begegnungen ab dem Viertelfinale werden auf der großen Leinwand im Kinosaal und auf mehreren Flachbildschirmen im Biergarten gezeigt. Cuvrystraße 7, Kreuzberg.

Mercedes-Welt Zwischen edlen Karossen steht die größte Indoor-LED-Videowand der Stadt. Stolze 48 Quadratmeter ist sie groß und bietet beste Sicht auf alle Details des Spiels. Davor finden bis zu 2000 Zuschauer Platz. Salzufer 1, Charlottenburg.

Tante Käthe So etwas wie der ewige Public-Viewing-Geheimtipp. Am Rande des Mauerparks gibt es Bier aus den Teilnehmerländern, die "Galerie der Schande" mit den Flaggen der Verlierer-Nationen und natürlich den Rudi-Völler-Schrein, an dem Opfergaben für den Sieg abgelegt werden. Gewerbestraße, Einfahrt Bernauer Straße 63/64, Gesundbrunnen.

Tempelhofer Feld Der "Luftgarten", einer der größten Biergärten Berlins, bietet vor dem ehemaligen Offizierskasino der US-Streitkräfte EM-Spaß im Liegestuhl vor zwei Großvideowänden. Haupteingang Columbiadamm 126, Tempelhof.

Zitadelle Spandau Das Familienfest bietet alle Begegnungen auf XXL-Videowänden. Kinder toben sich beim Torwandschießen, Büchsenwerfen und Fußballturnier aus. An diesem Sonnabend treten außerdem die besten Brutzler der Stadt bei der Berliner Grillmeisterschaft an. Am Juliusturm 64, Spandau.

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