In der Nacht zu Sonnabend ist auf dem Tempelhofer Feld ein als „Infopoint“ aufgestellter Container von Unbekannten stark beschädigt worden. Die Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes alarmierte gegen 3 Uhr die Polizei nachdem sie die Zerstörungen bemerkt hatte: 14 Scheiben des Containers sind kaputt, außerdem wurde der Innenraum mit den Informationstafeln vollständig mit einem Feuerlöscher besprüht, der offenbar mit Farbe besprüht war.
Der Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen, weil die Polizei derzeit von einem politischen Tatmotiv ausgeht. Mit dem Pavillon wollte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung über Bürgerbeteiligungen bei der geplanten Bebauung des Feldes informieren. Die Berliner entscheiden am 25. Mai in einem Volksentscheid über Bebauung auf der Freifläche. Der Container nahe der Oderstraße war einer von drei „Infopoints“ auf dem Feld, die Besucher auch über den Park selbst und die Bebauungspläne informieren sollen. Nach Angaben von Daniela Augenstein, Sprecherin der Senatsverwaltung, ist er erst vergangene Woche aufgestellt worden.
Mehrere 10.000 Euro Sachschaden
Auch von außen sei der Container besprüht worden, sagte Augenstein. Auf der Rückseite informiere eine Tafel über die „Schaustelle Bürgerbeteiligung“ – über das Wort Bürgerbeteiligung seien die Worte „Unsere Form der...“ gesprüht worden. Augenstein bezifferte den Schaden auf mehrere 10.000 Euro. „Im Moment sieht es nach Totalschaden aus“, sagte sie. Nächste Woche werde das Ausmaß der Zerstörung geprüft und über eine Erneuerung entschieden. „Es ist sehr bedauerlich, dass es Leute gibt, die die Auseinandersetzung über die Zukunft des Feldes nicht inhaltlich und demokratisch führen wollen“, sagte sie. Zudem würden die Info-Container bei den Feldbesuchern auf großes Interesse stoßen, auch deshalb sei der Schaden ärgerlich.
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