Für die ehemaligen Bewohner der baufälligen Berliner Eisfabrik ist noch kein neues Übergangsquartier gefunden. Das teilte der Sozialstadtrat des Bezirks Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), am Sonnabend mit. Das Hostel in Friedrichshain, in dem die Betroffenen in den vergangenen Tagen untergebracht waren, will die 23 Bulgaren nicht über den kommenden Montag hinaus beherbergen.

Der Bezirk will aber noch einige Tage länger für die benötigten Hostel-Zimmer aufkommen, weil über die Zukunft der Bulgaren erst am Mittwoch bei einem Treffen mit Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) entschieden werden soll.

Etwa zwei Jahre lang hatten rund 30 Bulgaren wie Obdachlose in der früheren Eisfabrik am Spreeufer gehaust. Weil der Bezirk Mitte das baufällige Gebäude für unsicher hielt, drohte jedoch eine Räumung des Areals. Seit gut einer Woche ist es weitgehend leer.

Während sich einige Betroffene auf eigene Faust eine andere Übernachtungsmöglichkeit gesucht hatten, waren die anderen Bulgaren am vergangenen Wochenende für eine Nacht in einer Kreuzberger Kirche untergekommen. Anschließend zogen sie auf Bezirkskosten in ein Hostel in der Boxhagener Straße um.

dpa/alu