Bei der Berliner Polizei sollen in den nächsten Jahren 200 neue Objektschützer eingestellt werden. Der größte Teil des Überstundenbergs in diesem Bereich solle bis Juni 2014 abgebaut sein, sagte Polizeipräsident Klaus Kandt. „Es bleibt dabei, das Personal kommt.“ Im Doppelhaushalt 2014/15 seien zunächst rund 130 neue Stellen vorgesehen. Es freue ihn, dass sich Innensenator Frank Henkel (CDU) erfolgreich dafür eingesetzt habe, sagte Kandt.

Derzeit werde mit Anzeigen nach Bewerbern gesucht, die Botschaften und gefährdete Einrichtungen bewachen. „Bis neue Leute da sind, müssen alle ran“, sagte Kandt. Derzeit helfen auch Vollzugsbeamte, die Lücken zu füllen. „Die Diskussion darüber ist durch – ich bin froh, dass die Polizeibehörde solidarisch mit den Kollegen ist.“ Die Angestellten kümmern sich in der Hauptstadt um die Sicherheit von rund 700 Objekten, darunter werden 56 Einrichtungen stationär geschützt.

360.000 Überstunden angehäuft

Für 2014 seien fünf Lehrgänge geplant, in denen neues Personal in Drei-Monats-Lehrgängen ausgebildet werde, sagte Kandt. „Sie müssen in rechtlichen und taktischen Fragen fit sein und auch über Festnahmen Bescheid wissen.“

Parallel dazu sollen kritisch Schichtpläne und Arbeitsabläufe überprüft werden, wie Kandt ankündigte. Um eine einzelne Position rund um die Uhr an 365 Tagen zu schützen, werden sieben Leute gebraucht.

Bislang gebe es keine Probleme, geeignete Leute zu finden, so der Polizeipräsident. Auch Frauen arbeiteten in den Angestellten-Job, der ein sicheres Einkommen biete. Die Gewerkschaft der Polizei hatte kritisiert, dass massenhaft Stellen im Objektschutz fehlen und die Mitarbeiter rund 360.000 Überstunden anhäufen mussten.

dpa