Berlins designierter Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem will den Besuchern mehr Attraktionen bieten. Dazu gehörten beispielsweise regelmäßige Schau-Fütterungen und Informationsveranstaltungen, sagte Knieriem am Dienstag bei seiner offiziellen Vorstellung im Flusspferdhaus des Zoos.

Auch könne er sich vorstellen, wieder einen Pandabären in die Hauptstadt zu holen. „Pandas gehören nach Berlin“, sagte „der Neue“. Voraussetzung sei aber, dass man sie gut unterbringen könne. Wenn sich eine solche Chance biete, wolle er sich nicht verschließen.

Zur Sprache kam auch das Sorgenkind Tierpark. Man müsse dort die Erträge deutlich steigern und es werde teuer, an diesem Sitz festzuhalten, sagte der promovierte Veterinärmediziner, der bislang den Münchner Tierpark Hellabrunn leitet. Der großflächige Tierpark sei aber ein „Zukunftsschatz“. Er und der Zoo dürften sich gegenseitig nicht schädigen und müssten weiter parallel existieren.

Gehege sollen artgerecht sein

Die Gehege in beiden Einrichtungen sollten so gestaltet sein, dass die natürlichen Bedürfnisse der Tiere erfüllt würden, sagte Knieriem. „Das hat etwas mit Qualität zu tun, das hat etwas mit Platz zu tun.“ Den Artenreichtum von Zoo und Tierpark wolle er zwar beibehalten – doch er setze auf Qualität statt Quantität. „Da will ich nicht ausschließen, dass wir uns von der ein oder anderen Art auch mal trennen müssen.“

Seine genauen Pläne für Zoo und Tierpark, verriet Knieriem aber noch nicht. Den neuen Posten werde er voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals 2014 antreten, hieß es – sicher war das aber noch nicht. Knieriem folgt auf den umstrittenen bisherigen Zoo-Chef Bernhard Blaszkiewitz, dessen Vertrag nicht mehr verlängert wurde.

dpa/mim