Immobilien

Mieten steigen in Berlin deutlich langsamer

Foto: Wolfram Steinberg / picture alliance / Wolfram Stein

Die Berliner müssen höhere Mieten zahlen. Allerdings steigen die Wohnkosten nicht mehr so schnell und nicht überall gleich, so der Immobilienverband IVD. Es gibt durchaus noch günstige Wohnungen.

Der Mietanstieg in Berlin hat sich 2012 erstmals seit Jahren wieder spürbar verlangsamt. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobilienverband Deutschland (IVD) in einer aktuellen Studie. Danach haben sich die Mieten für Wohnungen in sogenannten Standardlagen im vergangenen Jahr von 6,70Euro auf durchschnittlich 6,90 Euro pro Quadratmeter erhöht – ein Anstieg von vergleichsweise moderaten drei Prozent. Wohnungen in besseren Lagen haben sich bei Neuvermietungen von 8,20Euro auf 8,40 Euro pro Quadratmeter verteuert. Im Jahr zuvor waren die Mieten in beiden Lagen laut IVD noch um jeweils acht Prozent gestiegen.

"Der anziehende Neubau zeigt jetzt Wirkung und verlangsamt den Mietanstieg", sagte Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD, am Mittwoch. In dem Verband sind bundesweit mehr als 6000 Wohnungsverwalter und Immobilienmakler organisiert. Schick warnte eindringlich vor Kappungsgrenzen bei Neuvermietungen, wie sie im laufenden Bundestagswahlkampf etwa von SPD oder der Linken gefordert werden. Durch ein solches politisches Eingreifen drohe der Wohnungsneubau zum Erliegen zu kommen, sagte der IVD-Vizechef. Die Folge wäre eine weitere Verknappung von Wohnraum und damit keine Stabilität, sondern ein noch stärkerer Anstieg der Wohnkosten. "Das hatten wir in West-Berlin alles schon vor 1989. Da musste der Mieter 20.000 Mark für ein altes Sofa zahlen, damit er überhaupt an die Wohnung rankam", sagte Schick.

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