Eine dramatische Suche nach zwei vermissten Kindern aus dem Spandauer Stadtteil Siemensstadt hat ein glückliches Ende gefunden. Die beiden Ausreißer konnten nach mehr als zwei Stunden wohlbehalten gefunden werden. Ein sechs Jahre altes Mädchen und ihr ein Jahr älterer Begleiter waren am Dienstagabend von ihrer Mutter als vermisst gemeldet worden.

Die Polizei setzte bei der Suche nach den Kindern auch einen Hubschrauber ein. Zudem waren Streifenwagenbesatzungen, speziell ausgebildete Spürhunde und Beamte einer Einsatzhundertschaft an der Suche beteiligt.

Kinder hatten sich verlaufen

Gegen 18 Uhr hatte eine Mutter die beiden Kinder als vermisst gemeldet. Der Junge und das Mädchen waren eine gute Stunde zuvor in der Wattstraße, unweit der Nonnendammallee, zuletzt gesehen worden. In Siemensstadt gibt es große Wohnsiedlungen, aber auch ein größeres Parkgelände, ein angrenzendes Waldgebiet, zudem verläuft südlich die Spree.

Ein Helikopter der Polizei stieg auf und überwachte das Gelände zwischen Jungfernheide bis zum Tegeler See aus der Luft. Am Boden wurde der Bereich zwischen Wattstraße und Fürstenbrunner Weg durchkämmt. Um 20.34 Uhr kam die erlösende Nachricht. Die Kinder, die angaben, sich verlaufen zu haben, waren laut Polizei südlich des eigentlichen Suchgebiets in Westend aufgegriffen worden. Unweit des DRK-Klinikums waren die Abenteurer einem Journalisten in die Arme gelaufen, der die Polizei verständigte.

BM