08.02.2013, 21:49

"Grob verlässig" CDU kritisiert Markov wegen Äußerungen zum BER


Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov fordert die schnellstmögliche Inbetriebnahme des Hauptstadtflughafens in Schönefeld

Foto: Patrick Pleul / DPA

Brandenburgs CDU-Landtagsfraktion hat Finanzminister Helmuth Markov (Linke) wegen seiner Aussagen zum Hauptstadtflughafen scharf angegriffen.

Markovs Äußerungen zum BER seien "unglaublich" und zeugten sowohl von Unverfrorenheit als auch Ahnungslosigkeit, sagte der Fraktionsvorsitzende Dieter Dombrowski.

Alle Experten bestätigten, dass der Airport in Schönefeld in seiner jetzigen Form "nicht marktfähig" sei. Markov hatte zuvor laut Medienberichten darauf gedrungen, den Flughafen schnellstmöglich wie ursprünglich geplant in Betrieb zu nehmen.

Dombrowski: Flughafen bereits zur Eröffnung zu klein

Dombrowski nannte dies "grob verlässig" – wo klar sei, dass der Flughafen bereits zur Eröffnung zu klein sein werde. So steige das Risiko, dass ihn die Steuerzahler subventionieren müssten.

Markov hält es dagegen für falsch, schon jetzt den vorzeitigen Bau zusätzlicher "Satelliten" am Terminal ins Auge zu fassen. Und zu der diskutierten vorgezogenen Sanierung der alten nördlichen Start- und Landebahn vor der Inbetriebnahme des Airports verwies der Linkspolitiker darauf, dass diese Maßnahme erst für 2017 im Businessplan der Flughafengesellschaft vorgesehen sei.

Markov will nicht auf die Kritik reagieren

Dazu bemerkte der CDU-Verkehrsexperte Rainer Genilke, eine Sanierung der Piste erst nach der Eröffnung des Flughafens und bei laufendem Betrieb werde weit teurer als eine vorgezogene. "Es zeigt sich, dass mit der erneuten (vierten) Verschiebung das gesamte Projekt vollständig außer Kontrolle geraten ist."

Markov wollte auf die Kritik nicht näher eingehen, sondern wies in einer Stellungnahme lediglich darauf hin, dass es Sache der Flughafengesellschaft sei, den Eröffnungstermin und Kostenrahmen für den Airport vorzulegen.

(dpa/anni)
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