Zwischenfall
Lufthansa-Airbus muss Start in Berlin-Tegel abbrechen
Ein Airbus hat am Montag auf der Starbahn eine Notbremsung vollzogen. Zeitgleich musste eine andere Maschine in Tegel durchstarten.
Am Berliner Flughafen Tegel ist es am Montag zu einem Zwischenfall gekommen. Wie ein Sprecher der Flughafengesellschaft bestätigte, hatte kurz nach 12 Uhr eine Maschine der Lufthansa ihren Start abbrechen müssen. Der Airbus vom Typ A321 mit Ziel Frankfurt am Main (Flug LH185), planmäßiger Start um 12.10 Uhr, habe sich bereits auf der Startbahn befunden, als der Pilot auf Anweisung der Flugsicherung eine Notbremsung einleiten musste.
Dies wäre jedoch kein Problem gewesen, weil die Geschwindigkeit des startenden Flugzeugs noch unter 80 Knoten pro Stunde (umgerechnet 130 Stundenkilometer) betrug, so der Sprecher. Laut einer Passagierin am Bord der Maschine machte der Flugkapitän die Durchsage, dass die Bremstemperaturanzeige noch im "grünen Bereich" gewesen sei. Ein zweiter Startversuch erfolgte anschließend ohne jede Komplikation, die Maschine landete nach Lufthansa-Angaben um 13.28 Uhr mit nur acht Minuten Verspätung in Frankfurt am Main.
Der Flughafen-Sprecher bezeichnete den Vorfall als "ein ganz normales Flugsicherungsverfahren". Es habe keinerlei Gefahr für die Passagiere bestanden. Der Startabbruch sei vom Tower aus Sicherheitsgründen veranlasst worden, weil ein Airbus von Air Berlin beim Anflug auf Berlin-Tegel habe durchstarten müssen. Die Landung der Maschine sollte zur selben Zeit, aber auf der benachbarten Start- und Landebahn in Tegel erfolgen.
Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin von Air Berlin war die aus Stockholm kommende Maschine (Flug AB8103) beim Landeanflug in leichte bis mittelschwere Turbulenzen gekommen, sodass sich der Pilot für ein Durchstarten entschieden habe. Das sei jedoch "ein ganz normales Verfahren", keiner der Passagiere sei dabei verletzt worden.
Starke Windböen stellen Piloten immer wieder vor große Herausforderungen. Bekannt ist vor allem ein Zwischenfall am 1. März 2008, als ein Lufthansa-Airbus beim Landeanflug auf Hamburg-Fuhlsbüttel so schwer vom Wind erfasst wurde, dass die linke Tragfläche kurz den Boden berührte. Nur ein sofortiges Durchstarten der Maschine mit 131 Passagieren an Bord verhinderte ein Unglück. Ein Amateurvideo von dem Zwischenfall wurde auf der Internet-Plattform YouTube bereits mehr als vier Millionen Mal abgerufen.















