Bei Randalen nach dem Spiel des Berliner Zweitligisten 1. FC Union sind am Freitagabend in Köpenick drei Polizisten leicht verletzt und zwei Einsatzwagen demoliert worden. Dabei habe es auch eine Festnahme gegeben, teilte die Polizei am Sonnabend mit.
Nach dem friedlichen Spiel gegen Eintracht Braunschweig, das Union vor rund 17.000 Zuschauern mit 1:0 gewann, kam es eineinhalb Stunden nach Abpfiff vor einem Vereinslokal in der Hämmerlingstraße zu Ausschreitungen.
Dort hatten sich um 21 Uhr 30 etwa 300 Union-Fans auf der Straße versammelt. Als sie von Beamten einer Einsatzhundertschaft aufgefordert wurden, die Fahrbahn zu verlassen, attackierten einige Fans die Polizisten mit Fußtritten und Fahnenstangen. Es flog zudem eine Gehwegplatte in Richtung Polizei, zum Glück ohne dass dadurch jemand verletzt wurde.
Die Beamten nahmen einen 24-Jährigen fest und forderten Unterstützung an. Einen erneuten Aufruf zum Verlassen der Straße leisteten die verbliebenen Randalierer schließlich Folge. Es kehrte Ruhe ein.
Die drei leichtverletzten Polizisten konnten ihren Dienst fortsetzen. Der 24-jährige Festgenommene sieht nun Ermittlungsverfahren wegen versuchter Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung entgegen.
Zudem leitete die Polizei aufgrund der Übergriffe Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs gegen Unbekannt ein.
BMO/ap




