Niklas Schreiber (32) hat keine Lust darauf, griesgrämig zu sein. Der Friseur betreibt das Friedrichshainer Geschäft „Schnitt-echt“ und ist entspannt, denn das Geschäft läuft gut. Den Friseurladen gibt es nun seit acht Jahren und die Kundschaft von „Schnitt-echt“ ist so vielfältig, wie die Auswahl an Haarfarben im Salon. „Schnitt-echt“ ist, im Vergleich zu anderen Friseurbetrieben, gut durch die Pandemie gekommen.
„Ich wollte kein Mitleid“
Die Mitarbeitenden mussten über den Lockdown zwar in Kurzarbeit gehen – denn ohne Kundschaft, gibt es keine Arbeit – doch die Einnahmen sind nicht ganz ausgeblieben. Niklas Schreiber hatte nämlich eine Idee. Während der Salon auf die staatlichen Corona-Hilfen wartete, verkaufte der Salonbesitzer Gutscheine für zukünftige Haarschnitte. „Die Gutscheine habe ich über Social Media beworben und weil ich sie zu attraktiven Preisen angeboten habe, ist die Aktion sehr gut gelaufen“, erzählt der 32-Jährige.
Trotzdem- das Geld, dass der Salon über die Gutscheine verdiente, war mit den regulären Einnahmen nicht zu vergleichen. „Der ein oder andere Kunde zahlte dann bei den Besuchen mehr Trinkgeld, aber die meisten hatten wegen der Pandemie eigene Sorgen“, erzählt der Friseur. „Außerdem wollte ich kein Mitleid.“ Mit der Pandemie habe zwar niemand gerechnet, doch für Niklas Schreiber gehören kleinere und größere Krisen zur Selbstständigkeit dazu. Trost und emotionale Unterstützung bekam er vor allem von seiner Familie.
„Schnitt-echt“-Besitzer ist sehr zufrieden
Dass es jetzt wieder bergauf geht, ist deutlich zu erkennen. Das neunköpfige „Schnitt-echt“-Team hat immer viel zu tun. Es dauerte nicht lange, bis der Terminkalender erneut ausgebucht war: „Nach dem Lockdown waren alle froh, wieder hier im Salon sitzen zu können“. Auch die Hygieneregeln werden von den Kundinnen und Kunden selbstständig eingehalten. In Niklas Schreibers Salon gilt seit dem 23. August, so wie in vielen anderen Einrichtungen auch, die 3G-Regel. Wer nicht geimpft, genesen oder getestet ist, kann vor Ort einen Schnelltest durchführen.
Mit der aktuellen Situation in seinem Salon „Schnitt-echt“ ist Niklas Schreiber sehr zufrieden: „Ich habe ein großes Team und einen schönen Laden. Da muss erstmal nichts hinzukommen.“ Von schlechter Stimmung hält der Salonbesitzer nichts: „Negativität bringt uns nicht weiter.“
Schnitt-echt, Seumestraße 1, 10245 Berlin. Tel 552 780 34. Terminvergabe erfolgt online. Infos unter www.schnitt-echt.com


