Steuerserie 2014

Wie Sie Ausgaben für Computer und Drucker richtig angeben

Arbeitsmittel lassen sich steuerlich absetzen. Allerdings können Sie nicht immer den vollen Anschaffungswert in der Steuererklärung angeben. Für Computer gilt eine Sonderregel, ebenso für Multifunktionsgeräte.

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Ob Steuerzahler beispielsweise Computer, Büromöbel oder Fachliteratur im Jahr des Kaufs in voller Höhe steuerlich geltend machen können, hängt von deren Preis ab. Zahlen Sie für ein Arbeitsmittel ohne Mehrwertsteuer weniger als 410 Euro (beziehungsweise 487,90 einschließlich Mehrwertsteuer), können sie die Ausgaben im Jahr des Kaufs in voller Höhe als Werbungskosten verrechnen.

Übersteigen die Ausgaben für ein Arbeitsmittel diesen Betrag, müssen Steuerzahler die Kosten auf die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilen. Wie lange die Nutzung für die einzelnen Arbeitsmittel ausfällt, haben Beamte in der sogenannten AfA-Tabelle festgelegt. Diese finden Sie auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums (www.bundesfinanzministerium.de).

Im ersten Jahr entscheidet der Monat des Kaufs darüber, welchen Betrag Steuerzahler abrechnen können. Ein Beispiel: Herr Schulz erwirbt im Mai einen Computer mit Drucker für 3600 Euro. Die Geräte muss Schulz gemäß AfA-Tabelle über drei Jahre abschreiben. Pro Jahr sind dies 1200 Euro. Im Jahr der Anschaffung (Mai bis Dezember) kann Herr Schulz acht Zwölftel (für jeden Monat ein Zwölftel), also 800 Euro, als Werbungskosten steuerlich geltend machen.

Eine Besonderheit gibt es für Geräte, die nicht selbstständig genutzt werden können wie Drucker, Beamer oder Scanner. Diese müssen Steuerzahler – auch wenn der Anschaffungspreis unter 410 Euro ohne Mehrwertsteuer liegt – über drei Jahre zusammen mit dem Computer abschreiben. Eine Ausnahme besteht außerdem für Multifunktionsgeräte (Drucker, Kopierer, Fax). „In diesem Fall können die Anschaffungskosten unter 410 Euro (ohne Mehrwertsteuer) im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgesetzt werden“, sagt Peter Kauth von Steuerrat24.de.