Britische Großbank

HSBC verhandelt Verkauf von US-Kreditkartengeschäft

Um Kostenprobleme in den Griff zu bekommen, bietet HSBC ihr US-Kreditkartengeschäft zum Verkauf an. Der Deal ist rund 30 Milliarden Dollar wert.

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Die britische Großbank HSBC verhandelt über den Verkauf ihres Kreditkarten- und Privatkundegeschäfts in den USA. Allerdings würden die Gespräche noch andauern und es sei noch keine Entscheidung getroffen, teilte das größte europäische Geldhaus in Hongkong mit.

Die Bank will mit einem radikalen Konzernumbau ihre Kostenprobleme in den Griff bekommen und hatte das mit mindestens 30 Milliarden Dollar bewertete US-Kreditkartengeschäft bereits im Mai auf die Liste des zum Verkauf stehenden Tafelsilbers gesetzt.

Allerdings gehen Banker davon aus, dass im Zuge der Finanzkrise nur noch wenige potenzielle Käufer bereitstehen. Die Citigroup und General Electric waren zuvor mit dem Versuch gescheitert, ein ähnliches Geschäft abzustoßen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Bank angekündigt rund 30.000 Arbeitsplätze zu streichen. Das ist jede zehnte Stelle in dem weltweit agierenden Konzern. Die Bank soll auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, begründete HSBC-Chef Stuart Gulliver den harten Schritt.