Schnell mal die Whatsapp-Nachricht gecheckt, kurz das Ziel bei Google Maps verändert – und das auf der Autobahn bei Tempo 120. Wie riskant der schnelle Tipper auf dem Smartphone während der Fahrt sein kann, ist hinlänglich bekannt. Aber vielen egal! Was eher nicht an den Strafen liegt, sondern an der geringen Wahrscheinlichkeit, bei dem Vergehen ertappt zu werden.
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Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) plant jetzt richtigerweise ein schärferes Vorgehen. Die Handy-Blitzer, die erkennen können, ob Verkehrsteilnehmer am Steuer ihr Smartphone in die Hand nehmen, will Bilger bundesweit ausrollen. Auf Drängen der Länder. Aber es kann keine zwei Meinungen dazu geben, dass das der richtige Schritt ist.
Steigende Unfallzahlen: Immer mehr Autofahrer nutzen Smartphone am Steuer
Auch Bilger verweist auf steigende Unfallzahlen. Umfrage und Studien belegen hinlänglich, wie groß der Handlungsbedarf tatsächlich ist. Denn viele Autofahrer sind unbelehrbar. Untersuchungen belegen, dass 55 Prozent aller Autofahrer ihr Smartphone regelmäßig am Steuer benutzen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar erschreckende 85 Prozent. Durchschnittlich verfasst jeder sechste Autofahrer während der Fahrt eine Textnachricht – jüngere Fahrer noch häufiger. Daran haben auch launige Kampagnen wie „Lenk dich nicht app“ nichts geändert.

Richtig ist aber auch: Flächendeckend kann so etwas nie kontrolliert werden. Kameras schrecken zwar ab. Aber die Verantwortung, die volle Aufmerksamkeit stets auf den Straßenverkehr zu richten, verbleibt beim einzelnen Autofahrer. Denn wer mit Smartphone in der Hand ein Fahrzeug führt, wird zum Risiko – für andere und auch für sich selbst.




