Die Verkehrsminister der Länder planen ein bundesweites Ticket für Gelegenheitsfahrer im öffentlichen Nahverkehr. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die am Mittwoch beginnende Verkehrsministerkonferenz hervor, aus der die „Rheinische Post“ zitiert. Demnach soll es ein Angebot „für Gelegenheitsnutzende mit deutschlandweiter räumlicher Geltung analog zum Deutschlandticket“ geben.
Auch interessant
Den Vorschlag haben dem Bericht zufolge Nordrhein-Westfalen und Hamburg eingebracht: Ihnen schwebt ein smartphonebasierter „In/Out-Tarif“ vor: Fahrgäste checken per Handy ein und wieder aus. „Wer nur gelegentlich Bus und Bahn fährt, muss genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen unterwegs sein können wie die Vielfahrer mit dem Deutschlandticket“, sagte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) der Zeitung.
Preis für Deutschlandticket steigt ab Januar auf 66,80 Euro – doch es gibt Alternativen
Sein Bundesland soll demnach die konkrete Ausgestaltung erarbeiten. Mit dem Angebot „eezy.nrw“ habe Nordrhein-Westfalen bereits gezeigt, wie es funktioniert, sagte Krischer weiter. „Der digitale Tarif wählt immer den günstigsten Preis pro Strecke aus. Außerdem ist der Monatsbetrag gedeckelt, sodass es nie teurer wird als mit einem Deutschlandticket.“ Der eezy-Tarif vereinfacht sowohl die Nutzung verschiedenster Verkehrsmittel als auch das Reisen über den Zuständigkeitsbereich eines Verkehrsverbundes hinaus. Zumindest solange, wie man innerhalb der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bleibt.
Lesen Sie auch: Gebrauchtes E-Auto kaufen? Diese Fragen sollten Sie unbedingt stellen
Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat, im Januar steigt der Preis auf 66,80 Euro. Die Verkehrsminister der Länder treffen sich am Mittwoch und Donnerstag im bayerischen Schwangau. Auf dem Programm stehen vor allem kritische Finanzierungsfragen rund um den öffentlichen Nahverkehr: Die Belastung für die Verkehrsunternehmen durch die Schienenmaut und eine mögliche Anhebung der Regionalisierungsmittel.
afp



