Während Deutschland noch von Flug-Taxis träumt, setzt Tesla-Gründer Elon Musk seine Vision des autonom fahrenden und fliegenden Autos offenbar schon in die Tat um. Am Donnerstagabend präsentierte Musk im texanischen Waco seinen neuen Tesla Roadster, ein Auto mir Raketenantrieb, das aus dem Stand auf 60 Meilen pro Stunde (knapp 96,6 km/h) in 0,81 Sekunden beschleunigen kann. Das Produktionsmodell werde noch schneller sein, kündigte der Tech-Milliardär an.

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Der Roadster kann aber noch mehr: „Fliegende Autos sind real“, sagte Musk auf der Bühne in Texas. Und in der Tat: Bei der Präsentation flog der Tesla Roadster dank seiner Kaltgas-Triebwerke unter anderem mit einer Seitenrolle über geparkte andere Modelle des Elektroauto-Herstellers. Der Sportwagen werde 2028 in die Produktion gehen und man werde ihn kaufen können, sagte Musk im Anschluss.
Roadster event livestream https://t.co/G0jU4mWfid
— Tesla (@Tesla) 15. Oktober 2026
Tesla Roadster: „Rocket“-Variante nur auf Einladung erhältlich
Ein Preis wurde nicht genannt. Allerdings werden schon für die Reservierung der Roadster-Version, die dank der Düsen schneller beschleunigen kann, insgesamt 250.000 Euro fällig - erst 5.000 Euro und dann weitere 245.000 Euro binnen zehn Tagen. Auf der Tesla-Website heißt es nur bei den 5.000 Euro, dass man den Betrag vollständig zurückerstattet bekommen könne.
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Die „Rocket“-Variante, die mit weiteren Düsen auch fliegen kann, wird nach Angaben auf der Tesla-Website nur auf Einladung des Unternehmens zugänglich sein. Das Fliegen sei im öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen, und die „Rocket“-Ausführung werde möglicherweise nicht in allen Regionen verfügbar sein, heißt es einschränkend auf der Tesla-Website.
Es blieb unklar, wie viele Fahrzeuge mit Kaltgas-Triebwerken Tesla bauen will. Für die Reservierung der „Performance“-Version ohne Düsen müssen insgesamt 50.000 Euro gezahlt werden. In den USA sind es die gleichen Beträge in Dollar. Alle Roadster sollen für die Straßenhaftung ein Saugsystem bekommen. Bei der Präsentation hielt es den Wagen kopfunter auf einer Rampe.
Tesla Roadster soll letztes Auto sein, das noch von Menschen gefahren wird
Musk führt neben Tesla auch die Raumfahrtfirma SpaceX, die entsprechend viel mit Düsenantrieben zu tun hat. Schon seit einiger Zeit wird spekuliert, dass er die beiden Unternehmen unter einem Dach zusammenbringen will. Bei Tesla rief Musk den Fokus auf autonomes Fahren und humanoide Roboter statt des heutigen Autoverkaufs aus. Der Roadster solle das letzte Tesla-Fahrzeug werden, das noch von Menschen gefahren werde, sagt er.
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Allerdings äußern einige Rivalen und Experten Zweifel an der Verlässlichkeit von Teslas Lösung zum autonomen Fahren, da Musk kategorisch nur auf Kameras als Sensoren setzen will und auf teurere Laser-Radare verzichtet, die die Umgebung abtasten.
Musk hatte ursprünglich schon 2017 den Prototyp eines Roadster-Sportwagens gezeigt und damals den Produktionsstart für 2020 in Aussicht gestellt.
fmg/dpa






