Die Vize-Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Julia Verlinden, fordert angesichts hoher Gaspreise eine neue Transparenzregel für Mieter. Vermieter sollen ihre Mieter künftig mindestens einmal im Jahr über den aktuellen Gastarif informieren und dabei einen bundesweiten Referenzwert nennen, damit erkennbar wird, ob zu durchschnittlichen oder deutlich überhöhten Preisen eingekauft wird.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Die Koalition müsse Verlinden zufolge bei Mieterinnen und Mietern für volle Kostentransparenz sorgen: „Wir können heute in Echtzeit auf dem Handy sehen, wann die nächste Regenwolke über uns zieht, aber unsere Heizkosten erfahren wir erst ein Jahr später mit dem Brief der Schneckenpost. Im kommenden Jahr könnte das für viele Haushalte zu einem sehr teuren Erwachen führen. Die fossilen Heizkosten sind längst eine ‚zweite Miete‘ geworden“, sagte Verlinden unserer Redaktion.
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Auch über Preiserhöhungen sollen Mieter nach den Vorstellungen der Grünen schneller informiert werden. Steige der Preis um mehr als fünf Prozent, müssten Vermieter die Information innerhalb von 14 Tagen an ihre Mieter weitergeben. „Nur wer weiß, dass der Preis gestiegen ist, kann seinen Geldbeutel durch bewusstes Heizen etwas schützen“, sagte Verlinden. Werden die Informationen nicht fristgerecht und vollständig weitergegeben, sollen Mieter ein Kürzungsrecht bei der Heizkostenabrechnung bekommen.
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Verlinden kritisierte zugleich die Änderungen der Koalition beim Gebäudeenergiegesetz. Die gesetzliche Möglichkeit zum Einbau neuer fossiler Heizungen sei ein „unverantwortlicher Rückschritt“. Viele Mieter hätten keine Mitsprache bei der Wahl der Heizung und könnten von hohen fossilen Heizkosten überrascht werden. Nutzerinnen und Nutzer würden den Preis für Wärme überhaupt nicht kennen, „sondern werden nach dem Winter damit überrascht.“
Die Gaspreise sind zuletzt wieder deutlich gestiegen. Damit könnten auf Haushalte in den kommenden Monaten höhere Heizkosten zukommen.









