Das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo erwartet vorübergehend weniger Preisdruck in Deutschland, sieht aber keine nachhaltige Entspannung bei der Inflation. Im August planten nach Angaben des Ifo etwas weniger Firmen, etwa in der Industrie und im Handel, ihre Preise zu erhöhen.

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Wirtschaft in Berlin
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Die Preiserwartungen sanken von 21,6 im Juli, auf 21,2 Punkte. „Dies deutet auf einen leicht nachlassenden Preisdruck über die nächsten drei Monate hin“, schrieb das Ifo. Insgesamt dürfte die Teuerung in den kommenden Monaten aber hoch bleiben. Laut Ifo werde die Inflationsrate voraussichtlich bei 2,8 Prozent liegen und 2027 auf 3,0 Prozent steigen.
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Energiepreise steigen: Verbraucher müssen mit höheren Kosten rechnen
Seit Anfang August steigen die Preise für Rohöl – und noch stärker die Marktpreise für Erdgas und Strom – wieder deutlich an, teilte das Ifo-Institut mit. Die Folgen bekommen Verbraucher erst später zu spüren. „Je länger der Krieg im Nahen Osten anhält und die Energiepreise hoch bleiben, desto stärker dürften mittelfristig auch die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel, Dienstleistungen und Waren steigen, da die Unternehmen die gestiegenen Kosten mit Verzögerung weitergeben“, sagt Ifo-Forscherin Tiphaine Wibault.
Schon im August trieben teures Heizen und Tanken die Inflationsrate in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 2,9 Prozent. Stärker stiegen die Verbraucherpreise zuletzt Ende 2023.
dpa




