Die Schwarz-Gruppe plant den Bau eines großen Rechenzentrums bei Rostock. Bis 2033 will das Unternehmen dafür bis zu 5,6 Milliarden Euro investieren, wie es am Donnerstag bekannt gab. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erklärte bei der Vorstellung des Projekts in Schwerin, das Land mache damit „endlich einen großen Schritt“, um erneuerbare Energien und Digitalisierung miteinander zu verbinden.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Mecklenburg-Vorpommern werde „in vielfacher Weise profitieren“, sagte Schwesig weiter. In der Bauphase gebe es Aufträge für die heimische Wirtschaft, durch den Betrieb des Rechenzentrums entstünden dann bis zu 120 Arbeitsplätze. Das Rechenzentrum soll im Gewerbegebiet der Gemeinde Dummerstorf entstehen.
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Die Schwarz-Gruppe habe sich auch deshalb für Mecklenburg-Vorpommern entschieden, „weil wir hier grünen Strom in großen Mengen anbieten können“, sagte die Regierungschefin weiter. „Darüber hinaus begünstigt das Klima eine effizientere freie Kühlung über Umgebungsluft“, erklärte die Schwarz Gruppe.
Schwarz-Gruppe expandiert im Digital-Geschäft
Zu der Gruppe gehören Lidl, Kaufland und das Unternehmen Schwarz Digits. Es baut bereits ein Rechenzentrum in Lübbenau im Spreewald. Gerd Chrzanowski von der Schwarz Gruppe erklärte am Donnerstag: „Wir übernehmen unternehmerische Verantwortung und investieren nachhaltig in die Zukunft des Standorts Deutschland.“
Die Schwarz-Gruppe als Investor ist mit über 600.000 Mitarbeitern weltweit insbesondere für ihre Handelsketten bekannt, seit Jahren aber auch mit der Sparte Schwarz Digits als IT-Dienstleister unterwegs. Diese bietet Leistungen wie Cloud-Dienste und Cybersicherheit an.

Im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr machte Digits einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro – ein Wachstum auf Jahressicht von 16 Prozent. Das Plus ging demzufolge wesentlich auf die wachsende Nachfrage nach Cloud-Lösungen zurück. Schwarz Digits ist insgesamt eine von fünf Sparten der Gruppe, die zuletzt einen Gesamtumsatz von 185,6 Milliarden Euro auswies. Den größten Anteil daran haben nach wie vor Lidl und Kaufland. Die Schwarz-Gruppe sowie die Sparte Digits sitzen bei Heilbronn in Baden-Württemberg.
Datenzentren sorgen immer wieder für Kritik
Rechen- oder Datenzentren sind dafür unerlässlich. In einem Rechenzentrum stehen große Server und Computer, in denen Daten gespeichert, verarbeitet und verteilt werden. Sie sind nicht nur für große Unternehmen wichtig, die dort ihre Firmendaten speichern, sondern auch für ganz normale Bürger. Jedes Mal, wenn jemand ein Video auf seinem Handy anschaut oder etwa eine Mail schickt, läuft der Datenverkehr über ein solches Rechenzentrum.
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Obwohl Rechenzentren für die Digitalisierung der Wirtschaft wichtig sind, ist ihr Aufbau nicht unumstritten. In den USA gibt es etwa kurz vor den Midterms in einigen Bundesstaaten riesigen Streit – wegen Lärms und des großen Strom- und Wasserverbrauchs für die KI-Fabriken.
lro/dpa/AFP





