Die E-Auto-Prämie kommt zur richtigen Zeit. Der starke Andrang zeigt, dass viele Menschen grundsätzlich bereit sind, auf Elektromobilität umzusteigen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und das Interesse dürfte durch anhaltend hohe Preise für Benzin und Diesel weiter zunehmen. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht mehr, ob der Umstieg kommt, sondern wie er im Alltag funktioniert.

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

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Denn dort bleiben Hürden. Wer kein Eigenheim mit Wallbox besitzt, wer in Mehrparteienhäusern lebt oder in der Stadt auf öffentliche Ladepunkte angewiesen ist, merkt schnell: Elektromobilität ist noch immer stark eine Frage von Zugang und Organisation.

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Entscheidend ist deshalb der weitere Ausbau der Infrastruktur. Wenn der Staat den Umstieg politisch und finanziell anschiebt, muss er sicherstellen, dass das Laden überall zuverlässig möglich ist – zu Hause, beim Einkaufen, am Arbeitsplatz und entlang der Fernstraßen.

E-Auto laden: Unterschiedliche Apps und Bezahlsysteme sorgen für Chaos

Zwar hat der Ausbau der Ladeinfrastruktur in den vergangenen Jahren spürbar Fahrt aufgenommen. Doch am Ende entscheidet auch die Nutzerfreundlichkeit darüber, ob sich E-Autos durchsetzen. Hier bestehen weiterhin Unterschiede zwischen Regionen, es gibt unklare Preisstrukturen, schwankende Tarife und einen Flickenteppich aus Apps und Bezahlsystemen. Genau diese Details sind es, die im Alltag über die Akzeptanz entscheiden.

Katharina Engeln
Katharina Engeln, Wirtschaftskorrespondentin© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Hinzu kommen die laufenden Kosten. Strom ist in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin teuer. Die von der Koalition angekündigte Senkung der Stromsteuer steht bislang noch aus. Dabei könnte sie dazu beitragen, den Wechsel noch attraktiver zu machen.