- Die Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“, „Mein Schiff 5“ und die „MSC Euribia“ haben die Straße von Hormus durchquert
- Die „Mein Schiff 4“ ist laut einem Bericht bei der Passage von iranischen Revolutionsgarden bedroht worden
- Die Schiffe lagen zuvor wochenlang im Persischen Golf; ihre Passagiere waren bereits in den ersten Tagen nach Kriegsausbruch ausgeflogen worden
Durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe haben erfolgreich die Straße von Hormus durchquert und sind auf dem Weg nach Europa. Darunter sind „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ von TUI Cruises und die „MSC Euribia“ der Schweizer Gesellschaft MSC.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Ihre Passage erfolgte am Samstag unter offenbar dramatischen Bedingungen – und wurde von Kreuzfahrt-Fans aus aller Welt live mithilfe von Tracking-Diensten fieberhaft verfolgt. Für die Kapitäne der Kolosse hatte sich durch die aktuelle Lage in der Nahost-Krise ein enges Zeitfenster geöffnet, das sich jederzeit hätte schließen können.
Dem „Hamburger Abendblatt“, das wie diese Zeitung zur FUNKE Mediengruppe gehört, sagte ein MSC-Vertreter am Samstag: „Es tut sich was, unser Schiff ist fast mit vollem Speed unterwegs“.
Die Schiffe seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge vor dem Iran gefahren, hieß es später. „Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden“, so der Sprecher.
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Die TUI-Schiffe seien nun auf dem Weg Richtung Mittelmeer, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Weitere Details zum Routenverlauf und Zeitplan wollte die Reederei zunächst nicht mitteilen. Die „MSC Euribia“ fährt nach Angaben ihrer Gesellschaft nach Nordeuropa. Die Kreuzfahrt der „Euribia“ ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden.
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Wie die Sicherheitsfirma Vanguard Tech berichtet, sei die „Mein Schiff 4“ beim Durchqueren der Straße von Hormus auf der Seite des Oman bedroht worden. Die iranischen Revolutionsgarden hätten laut dem Kapitän erklärt: „Wir führen einen Einsatz aus, wir werden schießen und euch zerstören.“ Nahe des Schiffes sei ein Einschlag gemeldet worden, Schäden seien aber nicht gemeldet worden.
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Straße von Hormus angeblich wieder zu
Die USA und der Iran hatten gerade erst die Öffnung der Straße von Hormus verkündet, doch machte ein Sprecher des Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte dies laut Nachrichtenagentur Fars dies am Samstag wieder rückgängig. Der Iran gehe militärisch gegen Schiffe vor, hieß es. Als Grund nannte er die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA.

Nach Angaben des Schiffsdatendienstes MarineTraffic war das Kreuzfahrtschiff „Celestial Discovery“ –die ehemalige „Aida aura“ – am Freitag das erste, das seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar die Straße von Hormus durchquerte. Mehrere Kreuzfahrt-Schiffe waren unter anderem in verschiedenen Häfen gestrandet, nachdem die USA und Israel Ende Februar Angriffe aus den Iran starteten und der Iran einen Beschuss von Schiffen in der Meerenge androhten.
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Die „MSC Euribia“ saß in Dubai fest, „Mein Schiff 4“ in Abu Dhabi und die „Mein Schiff 5“ in Doha. Nach der Evakuierung der Passagiere waren kleine Crews an Bord verblieben. Deutschlands größter Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat keine Schiffe in der Golfregion. Die Reederei hatte vergangenen Sommer entschieden, aufgrund der Lage keine Reisen in der Region anzubieten.
dpa/bee











