Es läuft gerade nicht rund beim Bonner Bundeszentralamt für Steuern. Kürzlich musste die Behörde vor gefälschten E-Mails warnen, die angeblich von der Bundeszentrale stammen und die Empfänger per mitgeschicktem Link zum Beispiel aufforderten, ihre Daten zu aktualisieren.

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Wirtschaft in Berlin

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Kein Fake ist hingegen eine aktuelle Meldung auf der Homepage des Bundeszentralamts, die auf eine Störung bei der erstmals komplett digitalen Bereitstellung der Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung Anfang Dezember hinweist. „Die technische Störung führte vor allem bei den die Gehälter vorschüssig auszahlenden Dienststellen im öffentlichen Dienst dazu, dass in der Gehaltsabrechnung für den Monat Januar 2026 in manchen Fällen Beiträge zu privaten Kranken- und Pflege-Pflichtversicherungen (...)  nicht richtig berücksichtigt wurden“, teilte die Behörde mit. In anderen Fällen sei die Übermittlung „ganz unterblieben“, hieß es. Das Amt betonte, dass die Störung inzwischen behoben sei.

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Bei den betroffenen Beamten, Richtern und Versorgungsempfängern führe dies nun dazu, dass sie im Januar zu hohe Steuern zahlten. Eine kurzfristige Bereinigung sei nicht mehr möglich gewesen, beteuert das Bundeszentralamt. Wie der Bonner „General-Anzeiger“ mit Verweis auf den Beamtenbund berichtet, handele es sich aber nur um eine geringe Summe zwischen 10 und 60 Euro pro Person. Diese solle mit dem Februar-Gehalt verrechnet und gutgeschrieben werden.

Das Bundeszentralamt ist eine nachgeordnete Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen mit zentralen steuerlichen Aufgaben. Sie beschäftigt aktuell etwa 2400 Beamte und Tarifbeschäftigte. Hauptsitz der Behörde ist Bonn. Weitere Dienstsitze gibt es in Berlin, Schwedt und Saarlouis.

tok