Sie haben das Potenzial, den Alltag, wie wir ihn kennen, grundlegend zu verändern: Ausgestattet mit modernster KI-Technologie gelten humanoide Roboter als Technik der Zukunft. Sie sollen in Fabriken und Lagern eingesetzt werden und sogar im Haushalt unterstützen. Ziel ist es, das Leben der Menschen spürbar zu erleichtern.

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

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Und das womöglich schon früher als gedacht. Eine Studie der Stuttgarter Unternehmensberatung Horváth benennt das Jahr 2026 als Wendepunkt für die Industrie. Denn schon im kommenden Jahr soll die Serienproduktion humanoider Roboter beginnen. Bis 2030 könnten die Maschinen zu einem festen Bestandteil industrieller Abläufe werden. Zu diesem Zeitpunkt sollen allein in den USA und China rund eine Million menschenähnliche Roboter im Einsatz sein.

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„Was heute in Pilotprojekten erprobt wird, könnte schon bald zum Standard werden“, heißt es in der Studie. Horváth geht zudem davon aus, dass Unternehmen, die frühzeitig auf diese Technologie setzen, deutlich profitieren können – unter anderem durch sinkende Produktionskosten sowie verbesserte Leistungsfähigkeit und höhere Geschwindigkeit in der Fertigung. Die Roboter seien dabei effizienter als menschliche Arbeitskräfte: Da sie dem Menschen in Größe und Gewicht ähneln, können sie dieselben Tätigkeiten ausführen – benötigen jedoch weder Pausen noch Erholungszeiten.

Bereits im Jahr 2020 kamen die ersten humanoiden, also menschenähnlichen Roboter auf den Markt. Sie waren damals lediglich in der Lage, auf zwei Beinen zu laufen, und vor allem für den Einsatz in Lagerhallen konzipiert. Bis zum Jahr 2035 ist geplant, sie auch im Alltag nutzbar zu machen. Mithilfe ihres KI-gestützten taktilen Lernens sollen sie künftig in der Lage sein, Aufgaben im Haushalt oder in der Krankenpflege übernehmen. Selbst die Fähigkeit, kreative Entscheidungen zu treffen, trauen Experten ihnen langfristig zu.

Investoren zögern trotz großem Potenzial

Dennoch reagieren viele Unternehmen zurückhaltend. Noch zögern sie, größere Summen in die Entwicklung zu investieren. Laut Horváth beabsichtigen derzeit lediglich 39 Prozent der Vorstands- und Geschäftsführungsmitglieder weltweit produzierender Unternehmen, in den kommenden zwei Jahren in großem Umfang Geld in die Entwicklung und Erprobung der neuen Robotergeneration zu stecken. Horváth bewertet diese Zurückhaltung kritisch und warnt davor, den Anschluss zu verlieren. Die Studienautoren schätzen die mögliche jährliche Wachstumsrate der Branche auf rund 30 Prozent.

Die Kosten pro Maschine sollen bei etwa 55.000 US-Dollar liegen. Gleichzeitig sollen die Roboter dreimal so effektiv wie ein Mensch arbeiten – bei nahezu verdoppelter Arbeitsqualität.

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Wie sieht die Zukunft der Arbeiter–ihnen aus?

Und wie wirkt sich der zunehmende Einsatz von Robotern auf den Arbeitsmarkt aus? Tatsache ist, dass vor allem einfache Aufgaben, die derzeit vor allem von ungelernten Arbeiterinnen und Arbeitern ausgeführt werden, in Zukunft zum Teil von Robotern übernommen werden könnten. Das ist aber auch nötig, denn die Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland wird, unter anderem durch den demografischen Wandel bedingt, in den kommenden Jahren deutlich sinken.

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung muss mit einem Minus von 27 Prozent gerechnet werden. Für die noch verfügbaren Arbeitskräfte wird es dann wichtig, sich auf qualifizierte Aufgaben zu konzentrieren, für die ihre menschliche Expertise nötig ist.