Gemeinsam mit dem chinesischen Softwareunternehmen Momenta arbeitet der Automobilkonzern Mercedes Benz aktuell an einem Robotaxi-Dienst auf Basis der S-Klasse. Betrieben werden sollen die ersten fahrerlosen Luxuslimousinen vom lokalen Mobilitätsanbieter „Lumo“ – zunächst in Abu Dhabi, später auch in weiteren Städten.

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Der Startschuss fällt in den kommenden Wochen: Die ersten Testfahrzeuge rollen in Abu Dhabi auf die Straße, nachdem der Betreiber „Lumo“ die notwendige Zulassung für autonome Fahrzeuge in den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten hat. Das Unternehmen ist eine Tochter der Tech-Firma „K2“, die seit Kurzem grünes Licht für vollständig fahrerlose Mobilitätsdienste in der Metropole hat.
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Mercedes-Benz: S-Klasse als Chauffeur – ohne Fahrer am Steuer
Mercedes-Benz und Momenta entwickeln für das Projekt ein System nach SAE-Level 4, also eine Technologie, die das Fahrzeug in bestimmten Bereichen komplett selbstständig fahren lässt. Interessant ist der Schritt auch deshalb, weil sich die Schwaben zuletzt aus dem klassischen Taxi-Geschäft immer weiter zurückgezogen hatten. Um die Entwicklung des autonomen Fahrens zu beschleunigen, prüft Mercedes den Angaben nach auch die Möglichkeiten eines Robotaxi-Ökosystems auf Basis einer Nvidia-Plattform.
„Mit einem S-Klasse Robotaxi legen wir die Messlatte für automatisierte Mobilität höher. Wir kombinieren dabei Sicherheit mit Komfort und setzen erneut neue Standards für die Branche weltweit. Alle unsere Aktivitäten in diesem Bereich unterstreichen die Vorreiterrolle von Mercedes-Benz beim autonomen Fahren“, sagt Jörg Burzer, Technologievorstand bei Mercedes-Benz.
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Das Pilotprojekt in den VAE soll zeigen, wie sich der fahrerlose S-Klasse-Shuttleservice unter realen Bedingungen schlägt. Funktioniert alles wie geplant, könnten weitere Städte folgen. Mercedes-Benz betont, dass auch andere Märkte mittelfristig in Betracht kommen.
Anbieter drängen auf den Markt
Als führend bei Robotaxis gilt Waymo. Die fahrerlosen Robotaxis der Google-Schwesterfirma sind in einer Handvoll von US-Städten unterwegs und machen inzwischen Hunderttausende bezahlte Fahrten mit Passagieren pro Woche. Im kommenden Jahr will Waymo auch in Europa starten, zunächst in London. Aber auch andere Unternehmen haben Ambitionen in dem Milliardenmarkt - darunter Tesla, die Amazon-Tochter Zoox, der Fahrdienst-Vermittler Uber, Volkswagen mit dem vollautonomen Minibus ID-Buzz und chinesische Anbieter wie WeRide.
Mercedes dürfte sich mit dem neuen Angebot von anderen Anbietern absetzen wollen: Die S-Klasse ist das Aushängeschild des Konzerns, gilt als luxuriös und bietet Gästen auf den hinteren Sitzplätzen viel Platz. Ende Januar stellt der Autobauer eine vor allem technisch überarbeitete Version der Limousine vor.
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Beim hochautomatisierten Fahren nach Level 3, bei dem der Fahrer zeitweise die Verantwortung ans Auto abgeben kann, ist Mercedes bisher gut aufgestellt: Die Marke bietet für Privatkunden in der S-Klasse und dem E-Pendant EQS ein System an, das bis Tempo 95 auf der Autobahn das Lenkrad übernehmen darf. In den nächsten fünf Jahren will Mercedes die Maximalgeschwindigkeit auf 130 Kilometer pro Stunde erhöhen.
Mit dpa







