Der Autobauer Tesla könnte nach eigenen Angaben in Europa kurz vor einer Zulassung für die Software seiner „selbstfahrenden“ Autos stehen. Bereits im nächsten Februar könnte der von Tech-Milliardär Elon Musk geleitete Konzern mit einer Zulassung für sein FSD-System rechnen, schrieb Tesla auf „X“.

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FSD, das für „Full Self-Driving“ (Vollständig autonomes Fahren) steht, ist Teslas Fahrerassistenzsoftware, die theoretisch das Lenken, Beschleunigen, Bremsen und Spurwechseln übernehmen kann — allerdings nicht ohne Aufsicht des Fahrers. Tesla bewirbt es als Schritt Richtung Autonomie, verlangt aber ausdrücklich, dass der Fahrer jederzeit aufmerksam bleibt und eingreifen kann. In den USA ist FSD bereits weit verbreitet: Viele Fahrzeuge nutzen die Beta-Version, und Tesla gibt an, dass Nutzer Millionen Kilometer damit gefahren sind.

In der Europäischen Union kämpfte Tesla jedoch bisher immer noch um eine Zulassung. Laut dem „X“-Post hätten Tesla-Wagen in Europa bei Testfahrten bereits über eine Millionen Kilometer sicher auf Straßen von 17 verschiedenen Ländern zurückgelegt.

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Teslas autonomes Fahren könnte in den Niederlanden beginnen

Im Zulassungsprozess bereiteten Tesla nach eigenen Angaben vor allem Features wie der automatische Spurwechsel ohne Hände am Lenkrad oder autonomes Fahren auf Landstraßen Probleme. Denn die strengeren europäischen Vorschriften verlangen derzeit, dass alle „system-initiierten Manöver“ vom Fahrer bestätigt werden, was das volle Potenzial von FSD einschränke.

Deshalb drängt der Konzern auf Ausnahmen von den Regelungen, die er in der Mitteilung als „veraltet“ bezeichnet. Große Hoffnungen mache man sich deshalb auf die Niederlanden, dessen Kfz-Zulassungsstelle zugesichert habe, die Zulassung im Februar zu erteilen – sofern alle geforderten Nachweise erbracht werden.

Andere Länder müssten sich dann nur noch die dort erteilten Ausnahmeregelung bestätigen. Falls also der Rest er EU nachzieht, wolle Tesla mit einer Abstimmung vor den europäischen Technischen Ausschuss für Kraftfahrzeuge (TCMV) gehen, der die neuen Regelungen der EU-Kommission vorlegen könnte.

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Autonome Tesla-Autos waren in den USA an mehreren selbstverschuldeten Unfällen beteiligt

In den USA ist das FSD-System trotz Millionen von gefahrenen Kilometern nicht unumstritten. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat eine Untersuchung gegen rund 2,9 Millionen Tesla-Fahrzeuge eröffnet, weil es Berichte über Verkehrsverstöße im FSD-Modus gibt – darunter Teslas, die bei Rot über Kreuzungen fahren oder ungewollt die Spur wechseln. In manchen Fällen kam es zu Unfällen mit Verletzten. Kritiker bemängeln, dass der Name „Full Self Driving“ viele Fahrer in falscher Sicherheit wiege, obwohl das System menschliche Aufsicht erfordert.

os