Endlich hat man einen Film ausgesucht, klickt auf Start – und starrt minutenlang auf das Ladesymbol. Für viele Menschen auf dem Land ist das Alltag. Dabei könnte die Situation längst anders aussehen: Ende 2024 waren laut Bundesnetzagentur rund 22 Millionen Haushalte technisch mit Glasfaser erreichbar, tatsächlich angeschlossen waren aber nur 8,6 Millionen. Die Leitungen liegen also oft bereit, doch der Ausbau kommt zu langsam voran.

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

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Dabei hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag klar festgesetzt: Glasfaser soll bis in jede Wohnung kommen, auch in Regionen, die für private Anbieter wirtschaftlich weniger attraktiv sind. Doch vor Ort zeigt sich ein anderes Bild. Verträge werden geschlossen, der Ausbau zugesagt – und dann passiert monatelang nichts.

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Glasfaserausbau: Menschen auf dem Land dürfen nicht abgehängt werden

Wer einen Auftrag unterschreibt, erwartet, dass er umgesetzt wird. Das bedeutet konkret: Wenn Termine verschoben werden, Kabel falsch verlegt sind oder die Installation stockt, muss es jemanden geben, der schnell hilft. Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten, dass Probleme ernst genommen und Lösungen umgesetzt werden.

Katharina Engeln
Katharina Engeln ist Volontärin in der Zentralredaktion.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Gerade in ländlichen und strukturschwachen Regionen liegt es an der Politik, ausreichend Fördermittel bereitzustellen, Genehmigungen zu beschleunigen und verbindliche Ausbaupläne umzusetzen. Nur so lässt sich verhindern, dass Menschen abgehängt werden.

Denn: Flächendeckende Glasfaser darf kein Versprechen auf dem Papier bleiben. Sie muss reale Lebensqualität sichern, Arbeiten, Lernen und Kommunizieren ermöglichen. Wer zögert, riskiert, dass ganze Landstriche den Anschluss verlieren – und damit Vertrauen in die Politik verspielt wird.