An Black Friday und Cyber Monday sollte man sich beim Online-Shopping vor extrem billigen Schnäppchen in Acht nehmen. Denn Betrüger locken immer häufiger mit falschen Angeboten auf Webseiten, die denen bekannter Online-Händler wie Amazon, MediaMarkt oder Zalando zum Verwechseln ähnlich sehen.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
Abonnieren Sie kostenlos den Wirtschafts-Newsletter der Berliner Morgenpost
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen warnt deshalb nun explizit vor der Abzocke in der Vorweihnachtszeit – und hat Tipps zum Schutz der Verbraucher.
Mehr zum Thema Cyber-Sicherheit
- Verbraucherzentrale warnt: Telekom-Kunden mit Fake-Mails getäuscht
- Kontodaten geklaut: „Quishing“ heißt die neue Betrugsmasche
- Mit VPN surfen: So können Reisende sich absichern
- Phishing-Angriff: Worüber Betroffene besser schweigen
- Trump stoppt Cyber-Einsätze gegen Russland
- 1,8 Millionen PCs mit unsicherem Windows-System
Black Friday: Fake-Shops kassieren ab, ohne zu liefern
Online-Shops, die vermeintlich hochwertige Produkte renommierter Marken zu besonders günstigen Preisen anbieten, sollten sofort Verdacht erregen. Oft erhielten die Käuferinnen und Käufer minderwertige, gefälschte oder überhaupt keine Ware, warnt das LKA. Der entrichtete Kaufpreis werde zumeist nicht erstattet, Retouren seien selten möglich oder sehr langwierig und teuer.
Zudem könne es passieren, dass der Zoll Waren beschlagnahmt, sofern sich diese als Fälschungen entpuppen. Auch besteht die Gefahr, dass persönliche Daten wie Name, Adresse, E-Mail und Zahlungsdaten für weitere Betrügereien weiterverkauft und missbraucht werden, betont das LKA.
„Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen: Angebote mit einem ablaufendem Timer, geringer Stückzahl oder kurzfristiger Lieferzeit verleiten zu einem schnellen Kauf“, warnt das LKA. Häufig steckten hinter unrealistisch attraktiven Super-Schnäppchen keine seriösen Händler, sondern Betrüger.
Auch interessant
Fehlerhafte Texte oder URL-Adressen verraten Betrüger
Verbraucher sollten zunächst auf die Adresszeile ihres Browsers achten, rät das LKA. Deutet die URL auf eine Privatperson oder eine Branche hin, die nicht zum angebotenen Produkt passt, sollte man die Finger von dem Angebot lassen. Vorsicht ist auch bei Händlern geboten, deren Webadresse zwar auf einen Firmensitz in Deutschland hindeutet, aber unüblich ist, etwa auf „.berlin“ endet.
Zudem lohnt laut LKA ein Blick in das Impressum des Händlers. Seriöse Anbieter geben ihre Handelsregisternummer und Umsatzsteuer-ID an. Diese Angaben lassen sich auf dem Registerportal der Länder überprüfen (www.handelsregister.de). Doch Vorsicht: Mitunter verwenden Täter die Daten seriöser Firmen missbräuchlich. Schließlich lohne es sich, einen Online-Shop auch auf die Qualität seiner Texte - etwa in den Artikelbeschreibungen und Geschäftsbedingungen - zu überprüfen, hebt das LKA hervor. Viele Rechtschreib- und Grammatikfehler deuteten auf schlechte Übersetzungen und einen Mangel an Professionalität hin.
Alle Gesundheits- und Beauty-Deals zum Black Friday
- LED-Masken zum Black Friday: Trendprodukt stark reduziert
- Dyson zum Black Friday: Rabatte von mehr als 50 Prozent
- Smartwatches zum Black Friday
- Black Friday 2025: Elektrische Zahnbürsten schon jetzt reduziert
- Blutdruckmessgeräte zum Black Friday: Testsieger jetzt billiger
- Omega-3-Präparate zum Black Friday
- Vitamin D, B12 und Vitamin C vorm Black Friday 2025
- Gesichtscremes zum Black Friday
- Hyaluron-Seren zur Black Week
Bewertungsportale und Bezahlmethoden checken
Um die Seriosität, Warenqualität und Zuverlässigkeit eines Händlers einzuschätzen, empfiehlt das LKA einen Blick auf Bewertungsportale wie „Trusted Shops“ oder „Trustpilot“ sowie die Google-Bewertungen. „Dort finden Sie Bewertungen von Kunden, die gute oder nicht gute Erfahrungen mit dem Onlineshop gemacht haben“, erläutert die Behörde. Zusätzlich könne die Nutzung von Online-Karten wie Google Maps dabei helfen, zu überprüfen, ob ein Shop unter seinem eingetragenen Firmensitz tatsächlich existiert. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen bietet zudem einen Fakeshop-Finder an, der dabei hilft, unseriöse Händler zu entlarven (www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder).
Seriöse Onlineshops bieten sichere Zahlmethoden an, betont das LKA. Vorsicht sei geboten, wenn die Ware nur gegen Vorkasse, über Kreditkarte oder die Paypal-Bezahlart „Freunde und Familie“ erhältlich ist. Bei diesen Zahlmethoden könne es äußerst schwierig oder sogar unmöglich sein, das Geld im Betrugsfall zurückzufordern. Skepsis sei auch angebracht, wenn ein Händler zunächst alle gängigen Zahlmethoden auf seiner Website anzeigt, bei der Kaufabwicklung sichere Bezahlmethoden aber nicht mehr erscheinen. Bei Angeboten auf Marktplatz-Plattformen wie Kleinanzeigen rät das LKA dazu, stets den originalen Zahlungsweg der Plattform zu wählen. „Lassen Sie sich nicht zu Zahlungen außerhalb der Plattform drängen“, warnt die Behörde.
epd/os






