Es gibt wohl kaum ein Thema, das Firmen weltweit mehr beschäftigt als Künstliche Intelligenz (KI). Einige Geschäftsmodelle stellt die Technologie auf die Probe, andere werden durch KI beflügelt. Nvidia etwa ist durch seine KI-Chips zum wertvollsten Börsenkonzern der Welt geworden.

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Deutschland will bei KI aufholen, ist aber derzeit bestenfalls Nebenakteur. Die KI-Pflöcke der Welt werden woanders eingerammt. Aber das muss ja nicht so bleiben. Was übrigens auch für die teils sportlichen Börsen-Bewertungen der KI-Unternehmen gilt. Setzen sich andere Technologien durch, wären die heute gefeierten KI-Chips wohl keine Goldgrube mehr. Möglicherweise sind neue Produkte und Verfahren – nicht nur bei KI – auch eine Chance für Deutschland.

KI: Deutschland fehlt noch der Anschluss – doch das ist nicht das einzige Problem

Dass wir erfinden können, haben wir in der Vergangenheit bewiesen: das Automobil, der erste Computer, das MP3-Format – alles Ideen von hiesigen schlauen Köpfen. Das Geistreiche ist uns ein wenig abhanden gekommen, vielleicht, weil wir zu viel mit uns selbst beschäftigt sind. Bürokratische Vorgaben und Berichtspflichten hemmen die Unternehmer, ebenso wie die lange Dauer von Genehmigungsverfahren und die hohen Energiepreise. Als Folge hat die Investitionsbereitschaft in Deutschland ziemlich nachgelassen, das Vertrauen in die eigene Stärke war mal größer.

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Dominik Bath ist Redakteur für Politik & Wirtschaft in der FUNKE Zentralredaktion.© FUNKE Foto Services | Jörg Krauthöfer

Damit die Bundesrepublik als Wirtschaftsstandort wieder zu Kräften kommt, braucht es jetzt dringend ein Fitness-Programm. Bauch, Beine, Po für Patente, Produktivität und Bruttoinlandsprodukt gewissermaßen. Bislang sind Verbesserungen an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen trotz erster Regierungsbeschlüsse noch kaum zu spüren. Will man den Aufschwung, sollte sich das dringend ändern.